10.11.2011 | Online-Marketing

Social Media: Je älter die Nutzer, desto weniger einflussreich sind Produktbewertungen

Deutschland ist offenbar das Land der Recherche: Laut der Studie „Digital Life“von TNS suchen mehr als zwei Drittel der deutschen Internetnutzer im Web nach Informationen über Produkte, die zuvor im Fernsehen beworben wurden.

Ein Drittel hat außerdem bereits per Smartphone während eines Einkaufs im stationären Handel recherchiert. Zentrales Ergebnis der Studie: Werbung stößt bei Verbrauchern ganz allgemein die Recherche an und die dort gefunden Produktinformationen wirken besonders nachhaltig auf eine Kaufentscheidung.

Bei einer Internetpenetration von fast drei Vierteln der Gesellschaft sind cross-mediale Marketingstrategien in Deutschland heute eher die Regel als die Ausnahme. Dabei haben die verschiedenen Kanäle in den diversen Phasen des Customer Journey ganz unterschiedliche Auswirkungen. Wird das Interesse der Verbraucher erst einmal geweckt, kontrollieren 85 Prozent der Konsumenten zunächst in Medien, die die Marke selbst kontrollieren kann, wie beispielsweise die Produktwebsite. 86 Prozent nutzen außerdem sogenannte Earned-Media-Kanäle, zu denen Bewertungsportale, Soziale Netzwerke, Blogs, Microblogs und Youtube gehören.

41 Prozent geben an, dass selbst ein einziger negativer Kommentar Einfluss auf ihre Kaufentscheidung haben kann. Besonders jüngere Altersgruppen lassen sich durch Empfehlungen von Freunden, Bekannten, aber auch Fremden leicht beeinflussen. Erst mit dem Alter steigt auch der kritische Blick auf Bewertungen Anderer. Erfolgreiches Marketing müsse daher, so Dirk Steffen, stellvertretender Geschäftsführer Technology & Media bei TNS, Verbraucher „abholen“. Vor allem in Sozialen Netzwerken sei dies für den Markenerfolg wichtig.

Wie sich Unternehmen und Marken Kunden zu Marken-Aposteln machen können, kann auch diese Studie nicht abschließend beantworten. 44 Prozent sind „Fan“ einer Marke geworden, um spezielle Angebote zu erhalten, 37 Prozent interessieren sich für Wettbewerbe und Preise und 38 Prozent erwarten keine persönlichen Vorteile, sondern unterstützen ein spezielles Anliegen. (sas)

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