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Social Media im Personalmarketing: Handlungsempfehlungen

Rund 40 Prozent der Teilnehmer an der "Studie zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing 2011" wünschen sich mehr Aktivitäten der Unternehmen im Internet. Noch gibt es viel zu verbessern, Handlungsempfehlungen können schon heute ausgeprochen werden.

Um als Unternehmen Aufmerksamkeit zu erzeugen, ist Social Media als Personalmarketing-Kanal bereits heute erfolgversprechend. So bieten etwa Unternehmensseiten (Pages) wie auf Facebook große Gestaltungsmöglichkeiten für Firmen. Für knapp 70 Prozent der Kandidaten lässt das „Fan-Sein“ auf der Facebook-Seite zwar keine Aussage darüber zu, ob das Unternehmen als Arbeitgeber interessant ist, aber es ist ihnen zumindest erst einmal bekannt.

Dank Social Media haben es auch einige mittelständische Unternehmen mittlerweile geschafft, in den Arbeitgeber-Rankings genannt zu werden. Beispiele sind Krones und Stihl. Wesentliche Erfolgsfaktoren waren neben einer professionellen Karriere-Webseite und diversen Personalmarketing-Aktivitäten deren offene und dialogorientierte Kommunikation.

 

Erfolgsfaktor Authenzität

Dabei liegt vor allem in der besseren Vermarktung der Social Media Aktivitäten großes Verbesserungspotenzial: Professionalität wird von den Kandidaten zwingend vorausgesetzt. Dazu gehört die regelmäßige Bespielung der Kanäle. Ist das nicht sichergestellt, hat es negativen Effekt auf die Arbeitgebermarke. Auch müssten die Inhalte mehr auf die Interessen der Kandidaten abgestimmt werden: Hier waren vor allem Erfahrungsberichte von Mitarbeitern gewünscht, was von Unternehmen noch verhältnismäßig wenig kommuniziert wird.

 

(Quelle: "Studie zur Wirkung von Social Media 2011")

 

Authentizität ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren im Internet. Was genau bedeutet das? Die Embrander-Studie hat darauf eine Antwort: So gilt es als wenig authentisch, wenn Führungskräfte und PR-Abteilungen zu Wort kommen. Eine Kommunikation ist authentisch, wenn sie über Mitarbeiter erfolgt. Dadurch erhalten Interessierte ungeschönte und ungefilterte Informationen. Dafür ist eine mitarbeitergetriebene Kommunikation und Vertrauen in die Mitarbeiter Voraussetzung.

 

Vorgehensweise im Überblick

  • Unabhängig vom Social Media Einsatz ist eine professionelle und nutzenorientierte Karriere-Website Pflicht: Dabei sollten die Bedürfnisse der Zielgruppe, die externe Wahrnehmung der eigenen Arbeitgebermarke und das interne Arbeitgeberverständnis zwingend bekannt sein.
  • Social Media ist kein Hype, sondern ein bleibender Trend: Es wird zunehmend in Social Media über Arbeitgeber gesprochen – das lässt sich nicht aufhalten. Somit ist es nicht ratsam, Social Media zu ignorieren, sondern es ist gefragt, zuhören zu können.
  • Social Media ist nicht die Lösung einer generellen Personalmarketing-Schwäche, sondern kann die Kommunikation und den Reichweiten-Aufbau einer stimmigen Arbeitgebermarke unterstützen.
  • Der Einsatz von Social Media muss zur Unternehmenskultur des Unternehmens passen, denn nur dann spiegeln die Aktivitäten die von Kandidaten gewünschte Authentizität wider.
  • Unabhängig von den gewählten Personalmarketing-Aktivitäten ist die Basis, dass diese Aktivitäten im Internet auch gefunden werden. Dies gilt es zu beachten. Somit sollte Social Media – wenn sinnvoll – Teil einer ganzheitlichen Personalmarketing-Strategie sein.

 

 

 

 

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