28.10.2014 | Social Media

Emotionale Posts befeuern die Aktivität der Fans

Positive Posts werden am häufigsten geliked, kommentiert und geteilt.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Eine Untersuchung des Analyse-Tools Fanpage Karma zeigt, welchen Einfluss Emotionen auf die Fan-Interaktion in den Social Media haben. Demnach reagieren Fans besonders intensiv auf Freude. Unternehmen tun also gut daran, ihre Fans mit emotionalen Beiträgen zu unterhalten.

Emotionen sind Aktivitätstreiber. Freude, Angst oder Wut können Unternehmen deshalb sehr gezielt einsetzen, um die Interaktion mit ihren Fans anzukurbeln. Wichtig ist ein reger Dialog nicht zuletzt deshalb, weil er der wichtigste Einflussfaktor ist, mit dessen Hilfe Facebook entscheidet, wie viel Reichweite ein Post erhält und ob die Nachrichten einer Facebook-Seite letztlich von möglichst vielen gesehen werden. Likes, Kommentare und Shares sind also der heilige Gral des Social-Media-Marketing.

Mehr als 70 Prozent aller Posts, das hat die Analyse von Fanpage Karma gezeigt, transportieren entweder eine explizit positive oder negative Stimmung. Ein Experiment zeigte bereits vor einiger Zeit, dass die Emotionalität des Newsfeeds direkten Einfluss auf die Aktivitäten der Leser hat: Mit Verringerung der emotional aufgeladenen Posts reduzierte sich auch die Aktivität der Leser. Anders bei emotionalen Posts: Diese wurden um ein Vielfaches mehr geliked, kommentiert und geteilt.

Der Like-Button vereinfacht die Reaktion auf positive Posts

Die aktuelle Studie ergänzt die Ergebnisse aus dem letzten Jahr. Untersucht wurde nun, welche spezifischen Emotionen das Verhalten der Fans beeinflussen – anhand von mehr als 1.000 Posts auf Facebook-Seiten von Bild Zeitung und Daily Mail. Analysiert wurden die Reaktionen auf die vier Grund-Emotionen Wut, Angst, Trauer und Freude.

Die meisten Reaktionen provozierten Freude auslösende Posts. Mit deutlichem Abstand folgen Posts, die den Leser wütend machen. Ganz überraschend erscheint dieses Ergebnis nicht, wenn man bedenkt, dass es einen Like- jedoch keinen Dislike-Button auf Facebook gibt. Für Nutzer ist es also sehr viel einfacher, auf einen positiven Post zu reagieren als auf einen negativen.

Zum anderen hängt die Aktivität des Users vom Energielevel ab, den eine Emotion auslöst: Während sich Trauernde eher zurückziehen, werden Wut  und Freude häufiger mit anderen geteilt und setzen Energie im Leser frei. Im Ergebnis ergibt die Analyse, dass Unternehmen die meisten Interaktionen mit den Emotionen Freude und Wut erzeugen. Dahinter folgt Angst und erst auf Platz vier die Trauer.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, Online-Marketing, Dialogmarketing, Kundenbindung

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