25.03.2013 | Social Media

Deutsche Bank und Hypovereinsbank am aktivsten im Netz

Nicht alle Banken suchen in den Social Media den Dialog.
Bild: Michael Bamberger

Im Branchenvergleich nutzen Deutsche Bank und Hypovereinsbank soziale Medien am stärksten. Laut "Social Media Web Check" der Werbeagentur Webguerillas sind Filialbanken deutlich aktiver als Direktbanken. Landesbanken finden in Social Media fast gar nicht statt.

Sieger im Gesamtranking ist die Deutsche Bank mit einer Nutzungsquote von 100 Prozent der Social-Media-Plattformen. Auf Facebook bekennen sich mehr als 22.000 Marken-Fans zu dem Kreditinstitut (Stand: 07.01.2013) und neben der Sparkassen-Lounge erreicht die Deutsche Bank auch die meisten Gefällt-mir-Klicks. Auch auf Youtube und Twitter hat das Unternehmen die Nase vorn. Darüber hinaus bietet das Finanzinstitut seinen Kunden Podcasts, RSS-Feeds sowie die Mobile App „Meine Bank“.

Mit einer Nutzungsquote von 90 Prozent landet die Hypovereinsbank auf dem zweiten Platz. Das Institut verzichtet lediglich auf eine Präsenz auf der Foto-Plattform Flickr, ist aber ansonsten überall vertreten. Derzeit werden auch erste Gehversuche im Bereich Augmented Reality unternommen. Sehr aktiv ist das Unternehmen auf Xing, das mit regelmäßigen News aus dem Unternehmen sowie Themen aus den Bereichen HR, Start-up und Mentoring ausgiebig genutzt wird.

Den dritten Platz teilen sich die Privatbanken Sparkasse, Postbank, Comdirect, Ing-Diba und Dab sowie die Landesbank Nord/Lb mit einer Nutzungsquote von jeweils 80 Prozent.

Website, Wikipedia und Xing sind Standard

Zum Standard aller Banken gehören inzwischen Website, Wikipedia-Eintrag und Xing-Profil. Die meisten Privatbanken sind außerdem auf den drei populärsten Plattformen Facebook, Twitter und Youtube aktiv. Anhand einer qualitativen Analyse konnte belegt werden, dass die Mehrheit über ein Konzept sowie einen Redaktionsplan verfügt.

Erhebliche Unterschiede gibt es allerdings bei der Kommunikationsweise. Während Sparkasse, Hypovereinsbank, Comdirect und Ing-Diba den Dialog mit den Usern suchen, unterbinden Deutsche Bank, Postbank und Dkb fremde Statusmeldungen auf ihren Facebook-Seiten.

Einige der untersuchten Privatbanken betreiben zusätzlich weitere – regionale sowie überregionale – Social-Media-Präsenzen, um ihren Kunden passende Inhalte liefern zu können. Beispiele hierfür sind der Youtube-Channel „Commerzbank Career“ oder die Facebook-Page „Sparkasse Köln/Bonn“. Überhaupt agieren Filialbanken im Netz deutlich aktiver als Direktbanken, obwohl letztere ihren Online-Auftritt stärker als Akquise-Tool nutzen dürften als Geschäftsstellen vor Ort.

Die Agentur Webguerillas hatte anhand einer Analyse ausgewertet, in welchem Umfang die großen deutschen Banken Social Media nutzen und wie sie ihre Präsenzen online miteinander vernetzen. Untersucht wurden die sieben Landesbanken sowie die größten Privatbanken, unterteilt in sechs Filial- und fünf Direktbanken. Berücksichtigt wurden die Plattformen Facebook, Twitter, Youtube, Flickr und Xing. Außerdem flossen die Angebote aus Mobile-Apps, Rss-Feeds, Communities/Foren sowie Wikipedia in die Analyse mit ein. Volks- und Raiffeisenbanken, die dezentral organisiert sind und regionale Social-Media-Angebote betreiben, wurden nicht berücksichtigt.

Schlagworte zum Thema:  Finanzwirtschaft, Kundenbindung, Kundenservice, Social Media, Online-Marketing, Akquise

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