Gewisse Erlebnisse werden durch VR überhaupt erst möglich. Bild: MEV-Verlag, Germany

Bis zu einem echten Durchbruch wird es zwar noch dauern, trotzdem haben Verbraucher schon konkrete Vorstellungen darüber, wie sie Virtual-Reality-Technologien nutzen würden. Selbst an werblichen Inhalten sind sie interessiert, wie eine Studie zeigt.

Medien und Werbung haben dazu beigetragen, dass inzwischen drei Viertel der Deutschen zumindest eine vage Vorstellung davon haben, was sich hinter dem Begriff Virtual Reality verbirgt. Fast zwei Drittel derjenigen, die verstanden haben, was dahintersteckt, sind interessiert daran, die Technologie zu testen. Einige wenige haben dies sogar bereits getan. Das zeigen die Ergebnisse der Studie "Virtual Reality – Trend oder Hype?“ des Marktforschers Yougov.

Ein echter Durchbruch ist in Sachen Virtual Reality kurzfristig wohl nicht zu erwarten. Laut Studie ist zwar die Anzahl der Besitzer von VR-Headsets innerhalb des letzten Jahres von acht auf elf Prozent gestiegen, die Kaufabsicht ist im gleichen Zeitraum jedoch von acht auf vier Prozent gesunken.

Virtual Reality: Vielen fehlt es an Vorstellungskraft

Es gebe Hürden, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei Yougov, die Menschen trotz all der Faszination für das Thema an der Nutzung hindern würden. Selbst bei VR-Kennern ist beispielsweise die mangelnde Vorstellungskraft darüber, was ihnen die Technologie bringen könnte, ein Thema (49 Prozent). Und auch potenzielle Nutzer sind noch nicht restlos überzeugt. Etwa drei Viertel schreckt der hohe Kaufpreis derzeit ab, wobei erste Hersteller bereits angekündigt haben, künftig auch günstigere Geräte anzubieten. Fast die Hälfte empfindet Virtual Reality zudem als technisch unausgereift, die Geräte zu umständlich und unhandlich. An entsprechenden Optimierungen werden die Hersteller sicher ebenso arbeiten, wie am Preis.

Trotzdem wissen potenzielle VR-Nutzer sehr genau, welche Anwendungsmöglichkeiten sie interessieren: 70 Prozent würden sich mit Hilfe einer VR-Brille an schwer erreichbare Orte katapultieren lassen, 61 Prozent Sehenswürdigkeiten besuchen und Hotels 62 Prozent Hotels besichtigen. Offenbar lohnt es sich vor allem für die Reisebranche über VR nachzudenken. Weil 63 Prozent der Befragten VR-Spiele und 64 Prozent einen Fahrsimulator ausprobieren würden, ist auch für Computerspiele- und Softwarehersteller Potenzial vorhanden.

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Marken neu entdecken

Und selbst für Werbetreibende lohnt sich der Gedanke an VR: Fast die Hälfte derjenigen, die die Technologie kennen und grundsätzlich nutzen würden, sieht in der Technologie die Möglichkeit, Produkte und Marken neu zu entdecken. Zwar ist die Kampagnenproduktion derzeit noch kostspielig und nur 22 Prozent der VR-Kenner finden die Inhalte grundsätzlich spannender als herkömmliche Werbekampagnen, dennoch können Virtual-Reality-Inhalte Kunden Mehrwerte und neue Erlebnisse bieten, die sie sich jetzt noch schwer vorstellen können.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Online-Marketing, Customer Experience

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