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So begeistern Sie Ihre Kunden mit relevantem Content

Unnützer Content nervt die Kunden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Standardisierter Content nervt statt zu begeistern. Wer aus Webseitenbesuchern Kunden machen will, muss deshalb relevante Inhalte liefern. Der Digital-Business-Spezialist Arithnea erklärt drei Methoden, mit denen sich Content gezielt individualisieren lässt.

Statt einer Informationsflut möchten Webseitenbesucher ausschließlich Informationen erhalten, die für sie interessant sind. Nur so können aus Interessenten auch Kunden werden. Mit diesen drei Methoden lassen sich Webseiten gezielt individualisieren.

  • Kontextbasierter Content: Dem Besucher einer Website werden Inhalte vorgeschlagen, die denen ähneln, die er sich gerade ansieht. Beispiel: Ruft ein Nutzer eines Onlineshops die Informationsseite eines bestimmten Produktes auf – etwa ein Fernseher – bietet ihm die Website automatisch Informationen zu ähnlichen Geräten mit vergleichbaren Merkmalen. Mithilfe einer Such- und Recommendation-Engine werden dazu die Inhalte der Seiten erfasst und Ähnlichkeiten ermittelt. Auf dieser Basis findet die Engine schließlich ähnliche Inhalte und kann den Aufbau von Webseiten für jeden einzelnen Besucher entsprechend steuern.
  • Verhaltensbasierter Content: Hier geht es nicht um ähnliche Inhalte, sondern um das Verhalten des Besuchers beziehungsweise dessen Interesse. Tracking-Systeme zeichnen dazu die Wege der Nutzer durch die einzelnen Seiten laufend auf. Diese Daten werden analysiert, Klickpfade ermittelt und Prognosen für voraussichtliches Benutzerverhalten erstellt. Der Vorteil gegenüber dem kontextbasierten Ansatz: Er deckt für den Nutzer interessante Inhalte auch dann ab, wenn diese nicht denjenigen ähneln, die er zunächst ansteuert.
  • Personalisierter Content: Hierbei handelt es sich quasi um die Königsdisziplin. Sie ordnet den Besuchern konkrete Nutzerprofile mit Eigenschaften wie Alter, Geschlecht, mutmaßliches Einkommen oder Kaufhistorie zu und präsentiert Content, der auf diese Eigenschaften zugeschnitten ist. Beispiel: Inhalte zu Produkten, für die sich in erster Linie Männer zwischen 45 und 50 Jahren interessieren. Für die Zuordnung dieser Profile zu den einzelnen Besuchern, gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder, die Benutzer melden sich an und machen dabei Angaben, aus denen sich bereits zentrale Eigenschaften ableiten lassen; oder die Unternehmen zeichnen das Surfverhalten anonymisiert auf und berechnen mit Predictive-Behavioral-Targeting-Systemen ihre Eigenschaften.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht schließlich darin, Nutzerprofile bei Predictive-Behavioral-Targeting-Anbietern einzukaufen. Besonders genaue Nutzerprofile liefert eine Kombination der genannten Methoden. Damit lässt sich ein System schaffen, das sich nach und nach kontinuierlich selbst optimiert.

Welcher dieser drei Wege sich am besten für ein Unternehmen eigne, hänge von den individuellen Gegebenheiten ab, erklärt Dr. Elmar Pitschke, Product Development Manager bei Arithnea. Die Relevanz des angebotenen Contents steige von Methode zu Methode – ebenso wie der Aufwand. Egal welche Variante letztlich genutzt werde, der Datenschutz müsse in jedem Fall beachtet werden.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Kundenbindung, Content Marketing

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