01.09.2015 | Digitalisierung

Smart Devices: Nutzern ist Bedienung zu kompliziert

Die Bedienung einer Smart Watch kann den Nutzer ganz schön herausfordern.
Bild: Samsung

Smart Devices bieten eine Menge Möglichkeiten. Wenn man sie denn zu nutzen weiß. Doch damit tun sich viele Verbraucher einer Accenture-Studie zufolge schwer.

Bei digitalen Geräten ist deutschen Verbrauchern nichts wichtiger als eine einfache Bedienung. Bei Smart Devices werden sie diesbezüglich jedoch oft enttäuscht, weil sie Schwierigkeiten haben, die Funktionen zu nutzen. Belege dazu liefert die Studie "Digital Consumer Survey 2015“ des Beratungsunternehmens Accenture.

Die Hersteller bieten immer neue Funktionen: Da gibt es ein Smartphone, das den Schlaf seinen Besitzers überwachen kann, ein Handy, das Kalorien zählt und sogar ein T-Shirt, das die Herzfrequenz seines Trägers misst. Alle neuen Features sind jedoch sinnlos, wenn Anwender nicht kapieren, wie sie funktionieren. Knapp neun von zehn Verbrauchern, so die Studie, haben schon einmal Schwierigkeiten bei der Nutzung eines Smart Devices erlebt. Für 15 Prozent der Befragten begannen die schon bei der Installation, ebenso viele konnten ihr Device nicht mit dem Internet verbinden. 13 Prozent ärgerten sich entweder über einen sehr hohen Energieverbrauch oder fehlende Möglichkeiten, Gerät und Nutzeroberfläche an ihre Bedürfnisse anzupassen.

Smart Devices mit Akzeptanzproblem

Viel grundlegender sind jedoch die großen Probleme, weil sie das Gerät für den Besitzer überflüssig machen: 31 Prozent hatten keinen Spaß oder es fehlte der Nutzen. Weitere 17 Prozent empfinden die Geräte als zu kompliziert und elf Prozent haben den Eindruck gewonnen, dass Hersteller nicht halten, was sie als Kaufargumente versprechen.

Jürgen Morath, Geschäftsführer im Bereich Communications, Media und Technology bei Accenture, mahnt die Hersteller, das Studienergebnis als Weckruf anzusehen. Statt immer neue Produkte mit immer neuen Möglichkeiten zu erschaffen, die alle getrennt voneinander existieren, sollten endlich verschiedene Geräte zu einem einheitlichen Nutzerlebnis mit echten Mehrwerten kombiniert werden. Jeder Fünfte will nämlich ein Gerät, das mit anderen Gadgets und Systemen im Haushalt kompatibel ist. Für 33 Prozent ist die einfache Bedienung sogar das ausschlaggebende Kaufargument.

Weiterlesen:

Wearables: Die Zukunft hängt am Handgelenk

Das sind die 5 größten Wearable-Trends im Marketing

Der Hype um das Internet der Dinge hält an

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Internet der Dinge, Mobile Marketing

Aktuell

Meistgelesen