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| Digitalisierung

Sieben Todsünden im digitalen Marketing

Ohne eine Strategie verlieren digitale Werbekampagnen ihre Wirkung. Sie versinken in den Datenfluten vom Web.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Online-Marketing ist einfach, schnell und leicht zu steuern. Doch ist es wirklich ein Kinderspiel? Ohne eine Digital-Strategie und das richtige Fingerspitzengefühl für Zeitpunkt und Zielgruppe, können selbst große Marketingkampagnen eine Pleite bedeuten. Damit Ihre nächste Online-Kampagne nicht auf Grund läuft, haben wir für Sie die sieben Todsünden im digitalen Marketing zusammengefasst. 

#1 Online ohne Strategie

Online-Marketing ist eine Wissenschaft für sich. Viele glauben immer noch, dass es klappt, den Betrieb am Laufen zu halten und nebenbei über das Smartphone noch das neueste Produkt in den Social Media zu teilen. Dementsprechend sieht das Ergebnis aus: Der Post versinkt unbeachtet im Newsfeed.
Eine rechtzeitige Abstimmung mit der Marketingabteilung könnte die Wirkung des Posts verbessern. Mit Digital Natives an der Seite und einer zündenden Idee in der Hinterhand, werden digitale Plattformen dann in der Tat zum Hebel für Consumer Awareness und Engagement.

#2 Messen vergessen

Aller Anfang ist schwer - besonders der Einstieg in das Digital Business. Onlineshops werden gebaut, neue Software-Updates installiert und Mitarbeiter geschult. Wegen des Zeit- und Kostenaufwands, sollten die Verantwortlichen im Marketing den nächsten Schritt nicht verpassen: das Monitoring der Touchpoints zwischen Kunden und Marke. Das Sammeln von Kontaktdaten wie E-Mail Adresse und Telefonnummer ist außerdem goldwert für die Datenbank.

#3 Daten nur sammeln

Daten nur zu sammeln und zu horten bietet keinen Mehrwert und wäre im Digitalisierungsprozess eine grobe Fahrlässigkeit. Anfangs kann die Komplexität der Datensätzen abschreckend wirken. Denn Expertise ist für die richtige Interpretation der Zahlen gefragt. Doch es lohnt, sich durchzubeißen. Besonders Marketing und Vertrieb profitieren von einer sauberen Datenaufbereitung. Dadurch gewinnen sie weiterführende Einblicke in die Customer Journey. Dann lassen sich konkrete und kanalübergreifende Maßnahmen einleiten und steuern.

#4 Keine Mobile Optimierung

Auf Digital folgt Mobile. Nur mit einer Desktop-Version des Onlineshops im Web vertreten zu sein, reicht im Einzelhandel nicht mehr aus. Verbraucher suchen geräteübergreifend nach Produktinformationen. Sie erwarten vom Händler den gleichen Service auf allen Geräten: Smartphone, Tablet und Desktop. Seitdem Google das Responsive Design als Ranking-Faktor definiert hat, ist die Mobile- und Tablet-Optimierung für jeden Onlineshop zur Pflicht geworden.

#5 Kundensegmentierung mit der Gießkanne

Im Online-Marketing nach der Gießkanne zu greifen ist Zeitverschwendung. Das Internet bietet die Möglichkeit, Zielgruppen persönlich und direkt anzusprechen. Mit Hilfe von Analysesoftware können Customer Journeys geräte- und kanalübergreifend nachverfolgt werden, sodass noch die kleinste Randgruppe identifiziert werden kann. Die Gießkanne gehört deshalb zurück an den Nagel.

#6 Alles auf einmal

Online-Marketing ist eine große Spielwiese mit vielen Möglichkeiten. Es besteht die Gefahr, alle Möglichkeiten, die das Internet zu bieten hat, wahrnehmen zu wollen. Gerade beim Eintritt in das digitale Business schont es die Ressourcen, wenn Unternehmer sich auf einem klar abgesteckten Feld bewegen. Verwaiste Social-Media-Accounts sind leider keine Seltenheit.

#7 Rechtliche Fragen vernachlässigen

Das Web wird oft als ein Art rechtsfreier Raum betrachtet. Ein Fehler, gerade bei der Verwendung von Bildern. Das Prüfen von Bilderlizenzen sollte deshalb Priorität haben. Die private Bildersammlung reicht für Marketer oft nicht aus, sodass sie gerne auf Stockfotos zurückgreifen. Gerade im Content Marketing zielen die Bilder darauf ab, das Auge des Betrachters einzufangen und dadurch möglichst viele Shares, Likes und Co. zu gewinnen. In diesem Zusammenhang kann das Thema „Urheberrecht“ ganz schnell sehr ungemütlich werden. Denn einmal über Social Media hochgeladen, können sie unkontrolliert geteilt und weiterverwendet werden.


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Haufe Online Redaktion

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