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Der Newsletter ist immer noch das Marketinginstrument mit dem besten Kosten-Nutzen-Faktor. Kein Wunder also, dass E-Mail-Marketing nach wie vor zu den beliebtesten digitalen Marketingmethoden gehört. Neben gesetzlichen Vorschriften gibt es eine ganze Menge an einfachen, aber sehr wichtigen Benimmregeln für dieses Instrument, die schnell zwischen Erfolg und Misserfolg entscheiden können.

Ehrliche Betreffzeile

Missverständliche oder geradeaus gelogene Betreffzeilen schaden jedem. Es schadet dem Kunden, da er so wertvolle Zeit vertrödelt, bis er merkt, dass er geködert wurde. Und es schadet Ihnen, weil Sie nicht nur das Vertrauen des Kunden verlieren, sondern vermutlich auch einen Abonnenten und zukünftigen Kunden. Die Open Rate eines Newsletters kann noch so gut sein, aber nachhaltigen Erfolg erzielen Sie nur, wenn der Kunde mindestens das bekommt, was die Betreffzeile vermuten lässt. Nicht weniger. Die Betreffzeile sollte kurz und klar formuliert sein und vor allem mit ehrlich sein.

Transparenz zeigen

In Zeiten, in denen jeder Mensch dutzende bis hunderte E-Mails am Tag bekommt, ist es wichtig, dass der Empfänger schnell einordnen kann, wer ihm eine E-Mail sendet. Machen Sie keinen Hehl daraus, wer Sie sind und auch nicht, dass es sich bei dem Newsletter natürlich über eine Werbemaßnahme handelt. Zwingend erforderlich ist ein Impressum. Außerdem schafft es Vertrauen, wenn Sie neben Ihrer Adresse auch weitere Kontaktmöglichkeiten in die E-Mail integrieren.

Opt-out einfach machen

Es ist mittlerweile Pflicht, dass die Möglichkeit zur Abmeldung bei jedem Newsletter „klar und deutlich“ gezeigt wird. Ganz abgesehen davon, sollte das Ziel nicht sein, jemanden als Abonnenten zu halten, der eigentlich nicht den Newsletter haben will. Gehen Sie lieber offensiv mit dem Thema um, und platzieren Sie die Abmeldemöglichkeit nicht im Kleingedruckten, sondern separat und deutlich.

Keine Call-to-Action Flut

Ein Button hier, ein Button dort – zu viele Button, Boxen und bunte Aufmerksamkeitserreger wirken ebenfalls kontraproduktiv. Ein guter Newsletter sollte keine schrille Litfaßsäule sein, sondern einfach und deutlich den Inhalt präsentieren und den Nutzer dabei nicht überfordern.

Lesetipp: Die wichtigsten E-Mail-Marketing-KPIs

Gigantismus sein lassen

Der moderne Mensch leidet nicht nur an Reizüberflutung, sondern auch an einer gesunden Skepsis. Zu oft wurden ihm Produkte oder ein Service als „Das absolut Beste“ verkauft. Übertreiben Sie es deswegen in Ihrem Newsletter nicht mit dem Eigenlob. Frei nach dem uralten Erzählgesetz „Zeigen, nicht erzählen“, sollten Sie ihn lieber mit Taten  überzeugen. Wenn Sie etwas anpreisen, dann machen Sie Ihren potenziellen Kunden zu einem Teil davon. Fragen Sie ihn, was er sich von etwas erwartet oder wie man ein vorhandenes Produkt noch besser machen kann.

Klare, wiederkehrende Struktur

Wenn sich der Newsletter-Empfänger als erstes fragt, wo in der E-Mail oben und unten ist, haben Sie bereits verloren. Wichtig ist nicht nur, dass sich der potenzielle Kunde in Ihrem Newsletter zurechtfindet, sondern dass er ihn bei jedem Mal wiedererkennt und sich im Idealfall auch wohlfühlt. Eine klare, übersichtliche Struktur kann hier genauso wie ein durchdachtes und nicht überflutetes Design helfen.

Nicht nur Werbung

Es ist verständlich, dass Sie Ihren Newsletter für die Verbreitung von Produktneuheiten und anderen Marketinganliegen verwenden wollen. Im Content-Marketing-Zeitalter sollte das aber nicht der einzige Verwendungszweck sein. Fragen Sie sich, was Ihren Kunden wohl noch helfen könnte und integrieren Sie hilfreiche Artikel, unterhaltsame Videos und Grafiken, die die Verbindung zwischen Ihnen und Ihrer Zielgruppe stärken. E-Mail-Marketing mag einer der ältesten digitalen Kanäle sein; so behandelt werden sollte er aber keinesfalls.

Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Marketing, Newsletter

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