05.04.2013 | Shareconomy

Was die Menschen gerne teilen

Nicht alles teilen Menschen gleich gern mit anderen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) hat sich des neuen Hype-Themas Sharing angenommen, das durch Internet und Social Media eine ganz neue Relevanz bekommen hat. Fazit: Erfahrungen und Bücher werden gerne geteilt, Bankkonto und Zahnbürste eher nicht.

"Sharity: die Zukunft des Teilens" heißt die Studie von Karin Frick, Mirjam Hauser und Detlef Gürtler vom GDI. Untersucht wurde, wie ausgeprägt die Bereitschaft zum Teilen ist, was geteilt wird und in welche Richtung sich die Sharing Economy entwickelt. Teilen, so die Studienautoren, gehöre grundsätzlich zum Wesen des Menschen und sei eine grundlegende Form des Verhaltens, die die Beziehungen untereinander regelt.

Trotzdem wird nicht alles gleich gern geteilt. Die Autoren haben daher konkret nachgefragt: Die überwiegende Mehrheit der Befragten hat kein Problem damit, Erfahrungen und Ideen miteinander zu teilen. Auch bei Musik-CDs, Essen, Büchern oder Werkzeugen haben viele keine Bedenken. Nur noch ok ist für die Befragten das Teilen von Waschmaschine, Sport- oder Freizeitausrüstung sowie kleineren Geldbeträgen. Autos, Kleider und Mobiltelefone werden nur dann geteilt, wenn es unbedingt sein muss, und bei Zahnbürste, Bankkonto oder Unterwäsche ist bei den meisten Schluss.

Die Studienautoren glauben, dass der gemeinschaftliche Konsum erst am Anfang steht. Derzeit werde noch sehr viel ausprobiert. Vorerst vor allem in Start-ups in Nischenbereichen. Traditionelle Händler und Hersteller hätten das Potenzial noch kaum verstanden und nicht ansatzweise ausgeschöpft. Am bekanntesten ist derzeit wohl das Carsharing, das schon in vielen Großstädten angeboten wird. Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Social Media, E-Commerce, Marketing

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