22.04.2015 | Serie Suchmaschinenoptimierung

SEO-Website-Check: Diese Fragen müssen beantwortet werden [Mit Infografik]

Serienelemente
Diese acht Bereiche sind für den SEO-Erfolg entscheidend. (Bitte scrollen Sie nach unten, um die Infografik in voller Größe zu sehen).
Bild: Haufe Online Redaktion

Bevor konkrete Strategien und Pläne entwickelt werden, geht es im den Ist-Zustand. Im SEO-Bereich geschieht das meist durch einen SEO-Audit, einem Website-Check, der bestehende Problemfelder offenlegen soll und aus dem sich konkrete To-Dos ableiten lassen, um den Erfolg in Suchmaschinen zu steigern. Wir zeigen die wichtigsten Felder und Fragen, die ein solcher Test meistern muss.

 

Was ist ein SEO Audit?

Zunächst soll ein SEO-Audit möglichst genau beschreiben, wie die derzeitige SEO-Performance der Seite aussieht. Und zwar in der Regel nicht aufgrund von Besucherzahlen, sondern anhand von verschiedenen, SEO-relevanten Faktoren. Es ist also zunächst eine Bestandsaufnahme.

Der SEO-Audit kann auch über den SEO-Bereich hinausgehen und beispielsweise Social Media berücksichtigen. Aus jedem Punkt des SEO-Audits soll, wenn die Seite nicht dem Optimum entspricht, ein SEO-to-Do abgeleitet werden.

 

Zum Start: Indexierung prüfen

In der Regel startet ein SEO Audit mit einer Site-Search der Homepage bei Google (Beispiel: site:haufe.de). Hier können Sie nicht nur notieren, wie viele Seiten indexiert sind, sondern auch, ob die Homepage das erste Ergebnis darstellt. Sie sollten außerdem die Gesamtzahl der indexierten Seiten mit dem Wert anderer Tools (beispielsweise Ihres Content-Management-Systems) überprüfen. Weicht die Zahl der indexierten Seiten sehr ab, könnte das auf ein Problem wie z.B. die falsche Verwendung des noindex-Tags oder einen fehlerhaften Eintrag in der robots.txt hinweisen.

Am Anfang sollten Sie feststellen, ob eine manuelle Strafe von Google gegenüber der Seite verhängt wurde oder nicht. Der einfachste Weg das herauszufinden ist ein Blick in die Google Webmaster Tools (falls die Seite hier bereits angemeldet ist). Ein weiteres Detail, auf das Sie achten sollten, ist ein korrekter Unternehmenseintrag direkt bei Google. Dieser sollte nicht nur ordnungsgemäß sein, sondern auch mit ausreichend Informationen und Kontaktmöglichkeiten angereichert sein. Danach können Sie richtig loslegen.

 

1. OnPage Basics

  • Die Title-Tags aller URLs sollten aussagekräftig und einzigartig sein. Sie sollten ungefähr 55 Zeichen (512 Pixel) lang sein, um vollständig dargestellt zu werden.
  • Die Meta Descriptions aller URLs sollten aussagekräftig und einzigartig sein. Sie sollten ungefähr 155 Zeichen lang sein, um vollständig dargestellt zu werden. (Meta Description: Tipps & Tricks)
  • Gibt es Seiten ohne Title- und Description-Tag?
  • Ist das Keyword-Targeting auf den wichtigsten Seiten klar erkennbar?
  • Gibt es nur eine H1 pro Seite und enthält sie jeweils das wichtigste Keyword und/oder wichtige ähnliche Begriffe?
  • Ist der Bild-Name, der Alt-Text und eventuell auch die Bildunterschrift optimiert und passt zu der jeweiligen URL?
  • Ist die URL kurz genug (in der Regel nicht mehr als 120 Zeichen) und hängen an den URLs keine Session-IDs oder überflüssige Parameter?
  • Sind die URLs statisch?

 

2. Content

  • Hat jede Seite genügend eigenen, einzigartigen Content?
  • Keyword-Kannibalismus: Gibt es mehrere sehr ähnliche Titles?
  • Formatierung: Ist der Content gut formatiert und lässt er sich leicht lesen? Gibt es Absätze? Gibt es richtig ausgezeichnete Zwischenüberschriften?
  • Gibt es genügend einzigartigen Content “above the fold”?
  • Gibt es Duplicate Content auf der eigenen oder anderen Domains? (Tipp: Kopieren SIe einen Satz aus dem Content und suchen Sie danach per Google mit Anführungszeichen. Nun können Sie überprüfen, ob der Content noch woanders (zumindest in indexierten Seiten) existiert.
  • Falls es eine „Zum Ausdrucken“-Seite gibt, sollte sie definitiv nicht im Index zu finden sein („noindex“).
  • Gibt es Multimedia-Inhalte um die Nutzererfahrung zu verbessern? (8 Gründe, warum Visualisierung bei Content entscheidend ist)

 

3. Crawlability: Zugänglichkeit

  • Gibt es in der Robots.txt geblockte Seiten? Ist das so beabsichtigt?
  • Schalten Sie JavaScript, Cookies und CSS aus und überprüfen Sie, ob der Content noch vorhanden ist und alle Links funktionieren.
  • Ist die XML-Sitemaps in der Robots.txt hinterlegt, ordnungsgemäß gestaltet und per Webmaster Tools eingereicht?
  • Gibt es einen ungemäßen Gebrauch des Noindex-Tags?
  • Wird das Nofollow-Tag an den richtigen Stellen verwendet oder blockiert es den Crawler unnötig?

 

4. Usability und interne Verlinkung

  • Ist die Navigation intuitiv, übersichtlich? Gibt es zu viele Unterverzeichnisse bzw. wie hoch ist die Klicktiefe (je niedriger, desto besser!)?
  • Gibt es auch Links im Fließtext? Oder sind sie ausschließlich in separaten Blocks gesetzt?
  • Werden thematisch zueinander passende Seiten gut intern verlinkt?
  • Beinhalten die Linktexte interner Links in der Regel die Keywords der Zielseite?
  • Gibt es viele kaputte Links auf der Seite?
  • Gibt es eine eigens gestaltete 404-Seite mit sinnvollen Absprungmöglichkeiten und einer Suchfunktion?

 

5. OffPage Basics

  • Wie viele Domains verlinken auf die Seite?
  • Welche dieser Domains sind vertrauenswürdig, welche nicht?
  • Welche Seiten bekommen die meisten Links von außerhalb?
  • Wie viele der Links haben Keywords in den Linktexten? Wie viele den Brand-Namen?

 

6. Mobile & Multiscreen

  • Gibt es eine mobile Version der Seite? Ist sie separat (.m) oder Responsive? Falls sie separat ist, zeigt die Desktop-Veriante dann per rel=“alternate“ auf die Mobile-Variante? (Mobile: Google macht ernst, das müssen Sie jetzt tun)
  • Zeigt die Seite auf Mobilgeräten in den Suchergebnissen das „Für Mobilgeräte“-Label an?
  • Falls es seine mobile Variante gibt, achten Sie auf falsche Redirects von Mobilseiten.
  • Testen Sie, ob die mobile Variante das Canonical-Tag richtig benutzt.

 

7. Server und Technik

  • Sind für Redirects 301-Weiterleitungen verwendet?
  • Leiten die Redirects direkt auf die Ziel-URL oder über mehrere Adressen zum Ziel?
  • Wird der Content oder Links per JavaScript oder iFrame eingebunden?
  • Gibt es eine ordnungsgemäße Paginierung? (Worauf Sie bei der Paginierung achten müssen)
  • Wie viel Flash-Elemente kommen auf der Seite vor? (Ideal: Null)
  • Wie viele Fehler wirft die Seite in den Google Webmaster Tools aus? Wie kommen sie zustande?
  • Ist das Canonical-Tag richtig eingebunden?
  • Überprüfen Sie, ob die Seite nicht parallel über http:// und https:// aufrufbar ist. Testen Sie außerdem,ob URLs aus versehen mit Groß- und Kleinbuchstaben indexiert sind.

 

8. Site Speed

 

Lesenswerte Quellen zu SEO-Audits:

searchengineland.com

moz.com

blog.hubspot.de

 

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15 Gründe warum Content den Verkauf ankurbelt

33 Social-Media-Content-Ideen

Neun SEO-Trends für 2015

 

Zum Autor: Till Steinbrenner ist Gründer und geschäftsführender Inhaber der Internet-Agentur Contential.

Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenoptimierung, SEO, SEM, Google Plus, Google, Suchmaschine, Online-Marketing, Marketing

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