10.12.2013 | Top-Thema SEO und Content waren noch nie ein Widerspruch

The History of SEO: Keyword-Stuffing, Doorway Pages und SEO-Zauberei

Kapitel
Spätestens um das Jahr 2000 herum gab es nur noch eine relevante Suchmaschine.
Bild: Alexander Klaus/pixelio.de

Am Anfang der Suchmaschinenoptimierung haben sich SEO-Verantwortliche die Schwächen der noch jungen Suchmaschine Google zunutze gemacht. Aber schon damals ging es SEOs darum, wertvolle Inhalte zu pushen.

Zurück in den Urzeiten des SEO, irgendwo zwischen den späten neunziger Jahren und Mitte des letzten Jahrzehnts, haben SEOs  sich die Schwächen der noch jungen Suchmaschine Google zunutze gemacht, um bestimmten Dokumenten ein hohes Besucheraufkommen zuzuführen. Sie haben das getan, ganz unabhängig von der Qualität der so gepushten Dokumente. Schlechten Inhalten wurden auf dieselbe Weise Besucher beschert wie ausgezeichneten Inhalten. Beide profitierten von denselben Methoden, losgelöst von der inhaltlichen Qualität.

Warum war das so? Die Erklärung ist recht einfach. Google (die Suchmaschine, nicht die Macher J) war dumm und hatte keine Ahnung, was guter und was schlechter Inhalt ist. Man verfügte nur über recht simple Modelle, mit denen man versuchte, eine möglichst hohe Wahrscheinlichkeit zu erreichen, gute Inhalte auszuspielen, ohne selbst irgendwie bestimmen zu können, ob diese Inhalte gut sind. Ein simpler Geist (oder in dem Fall Algorithmus) verlangt nach simplen Inhalten. Und SEOs haben der Maschine gegeben, was sie verlangt hat. Nicht, weil sie es wollten, sondern weil sie es mussten.

Google hat eine enorme Keyword-Dichte gebraucht, um überhaupt festzustellen, dass das betreffende Dokument thematisch relevant für diesen unverstandenen String im Suchfeld sein könnte. Und Google brauchte viele (und ganz egal welche) Links, um feststellen zu können, dass das betreffende Dokument auch wichtig genug für dieses Thema sein könnte.

Um der Behauptung, Google hätte nach schlechten Inhalten und einer Link-Fokussierung verlangt, mehr Gehalt zu verleihen, muss man sich nur einmal ansehen, wie Doorway Pages und Taktiken wie „Weißer Text auf Weißem Grund“ funktionieren.

Beide Taktiken haben eines gemein: Hier wird ein Teil der Inhalte vor den Besuchern versteckt und nur der Suchmaschine ausgeliefert. Dieser Teil, den nur die Suchmaschinen zu Gesicht bekommen, ist dabei jedoch nicht der hochwertige Text. Es ist der Schrott, den Suchmaschinen gebraucht haben und er wurde genau darum vor den Besuchern versteckt.

SEOs war also anscheinend auch in den Frühzeiten der Suchmaschinenoptimierung die Qualität der Inhalte, welche Besucher zu Gesicht bekommen, nicht egal.

Kurzum: Die im eingangs zitierten Kommentar festgehaltene Abneigung beziehungsweise Gleichgültigkeit der SEOs gegenüber qualitativ hochwertigem Content beziehungsweise der Content-Qualität, lässt sich auch in den frühen Jahren der SEO-Industrie nicht finden. Wäre dem so gewesen, so hätte man sich kaum die Mühe gemacht, minderwertige Inhalte (welche die Suchmaschinen gebraucht haben) vor den Usern zu verstecken. 

Schlagworte zum Thema:  SEO, Content Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Online-Marketing

Aktuell

Meistgelesen