06.01.2014 | Serie Suchmaschinenoptimierung

SEO-Mythen - neun Vorurteile, an die Sie nicht glauben sollten

Serienelemente
Neun SEO-Mythen im Check.
Bild: Haufe Online Redaktion

Geprägt von Vorurteilen, genießt SEO nicht den besten Ruf. Halbwissen führt Anfänger oft auf den falschen Weg. Zeit, mit neun SEO-Mythen aufzuräumen.

1. SEO und Benutzerfreundlichkeit widersprechen sich

Mit diesem Mythos werden SEOs sehr häufig konfrontiert, handelt es sich doch um das standhafteste Vorurteil. Dabei ist das Gegenteil der Fall. So sind User Signale wie die Absprungrate und die Viewtime wichtige Aspekte für Google, die das Ranking positiv beeinflussen können. Und hierbei spielt User Experience eine entscheidende Rolle. Ergo ist Benutzerfreundlichkeit ein Teil von SEO.

2. Der PageRank ist komplett irrelevant

Richtig ist: Der PageRank ist ein unzureichendes Kriterium, die Qualität einer Webseite zu beurteilen. Selbst Google sieht das so. Richtig ist aber auch: Der PageRank ist entscheidend dafür, wie oft der Crawler auf einer Webseite unterwegs ist und Inhalte indexiert. Webseiten mit einem hohen PageRank bekommen oft Crawler-Besuch. Je größer die Webseite, desto wertvoller ist also ein hoher PageRank. Merke: Ganz irrelevant ist der PageRank eben doch nicht. Auch tot es er nicht, da Google im Dezember 2013 ein neues PageRank Update vollzogen hat.

3. Keywords in den Meta-Tags verbessern das Ranking

Ob die Keywords in den Meta-Keywords auftauchen, ist für das Ranking in den Google-SERPs irrelevant. Zwar werden sie ausgelesen, in die Bewertung fließt das jedoch nicht (mehr) ein. Keywords in andere Meta-Tags wie die Description zu schreiben, birgt jedoch Vorteile, wenn auch nicht für das Ranking. Da Google in den Suchergebnissen bei den Snippets meistens die Meta-Description verwendet, wird das Keyword gefettet, wenn es der Suchanfrage entspricht. Das erregt Aufmerksamkeit und führt unter Umständen zu einer höheren Click-Through-Rate.

4. Links aus Webkatalogen bringen viel

Webkataloge sind antiquiert, zumindest die meisten. Unseriöse Agenturen verwenden diese Methode immer noch. Doch Google erkennt, dass es sich hierbei um keinen natürlichen Link handelt, und stuft dessen Wertigkeit in der Folge massiv ab. Handelt es sich um ein sehr unseriöses Linknetzwerk, kann ein solcher Link auch negative Folgen für SEO haben. Es gibt zwar Ausnahmen (dmoz.org z.B.), aber die meisten Webkataloge sollte man meiden.

5. Wenn ich eine Seite per robots.txt blockiere, kann sie nicht im Index landen

Es ist ein Mythos, dass sich URLs per robots.txt aus dem Index raushalten lassen. Dabei hat die robots.txt nichts mit der Indexierung zu tun. Sie kümmert sich nur darum, welche Seiten gecrawlt werden. Zwar kann der Content selbst nicht gecrawlt werden, aber Google kennt die URL beispielsweise durch Verlinkungen trotzdem und kann sie dementsprechend auch indexieren.

6. Je mehr indexierte Seiten ich habe, desto besser

Dieser Mythos gilt nur, wenn es sich bei diesen Seiten tatsächlich um guten Content handelt. Eine mehr indexierte Seite bringt rein gar nichts, wenn darauf nicht auch ein Mehrwert geboten wird. Allgemein lässt sich also nicht sagen, dass mehr indexierte Seiten besser für SEO sind.

7. Verlinke nie auf eine andere Seite

In den letzten Jahren hat sich eine gewisse Verlinkungsabneigung durchgesetzt, zumindest was externe Links angeht. Dabei schadet es überhaupt nicht, auf sinnvolle externe Inhalte zu verlinken. Das muss nicht unbedingt der direkte Konkurrent sein. Dennoch beweist man durch die Verwendung externer Quellen auch, dass man sich mit einem Thema auseinandergesetzt hat.

8. Schreiben Sie nach DER idealen Keyword-Dichte

Spätestens seit Karl Kratz die Kewyword-Dichte getötet hat, sollte sie zum alten Eisen gehören. Eine einheitlich festgelegte Keyword-Dichte gibt es einfach nicht. Sie beträgt weder drei, noch vier oder sieben Prozent. Richtige Keyword-Verwendung ist wichtig, aber das bedeutet nicht, ein Keyword nach einer festen Formel zu verwenden. Viel besser (wenn auch nicht perfekt) ist die sogenannte WDF*IDF-Analyse.

9. Gute Inhalte machen SEO überflüssig

Wertvoller Content ist ganz wichtig für SEO, aber er macht SEO nicht überflüssig. Gute Inhalte bieten vielmehr eine Basis, einen Nährboden, der erst durch SEO seine Potentiale entfalten kann. Das gilt sowohl für Onpage, also auch für Offpage.

Schlagworte zum Thema:  SEO, SEM, Google Plus, Google, Suchmaschine, Suchmaschinenoptimierung, Online-Marketing, Marketing

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