30.05.2014 | SEO

Google setzt bei der Suche voll auf Shopping-Integration

Bild: MEV-Verlag, Germany

Searchmetrics hat die Entwicklung der sogenannten Universal Search in der Google-Suche untersucht. Demnach blendet Google wieder vermehrt Videos, Bilder und andere Ergebnisse in der Suche ein. Der größte Gewinner dabei ist jedoch ein Google-Dienst.

2007 hat Google die sogenannte Universal Search eingeführt und die Google-Suche damit vielfältiger gemacht. Immer seltener zierten die Suchergebnisse von nun an nur noch Links. Google integrierte Bilder, Videos oder News. Teilweise auch Blogs und Google Maps. Schnell stieg der Anteil der Suchen mit Universal Search-Ergebnis auf über 50 Prozent. Erst 2012 gab es einen leichten Rückgang. Die Ergebnisse für das Jahr 2013 zeigen eine andere Entwicklung.

Drei von Vier Suchen enthalten ein Unverisal-Search-Ergebnis

Insgesamt haben in der deutschen Suche 73 Prozent mindestens ein Universal-Search-Ergebnis. Besonders oft kommen dabei laut Searchmetrics immer noch Bilder vor. Jedes zweite Universal-Search-Element ist demnach ein Bild, das jedoch immer öfter im Knowledge-Graph zu finden ist. Der hohe Anteil der Bilderdateien erklärt sich auch damit, dass Google hier nicht immer nur ein Bild einblendet, sondern gleich mehrere.

Denn wenn pro Suche die Anzahl der einzelnen Bilder ignoriert wird, kommen Videos mittlerweile sogar häufiger vor. Insgesamt gibt es also mehr Keyword-Suchen, die ein Video beinhalten. Interessant: So dominant die Stellung von YouTube am Markt ist, so wenig dominiert YouTube die Google-Suche. Nur jedes zweite Video in der Universal-Search stammt von Googles Videoportal.

Bei News und Maps lassen sich kaum Veränderungen feststellen. Immer noch sind circa acht Prozent aller Suchanfragen mit einem Google News-Element versehen, die Maps-Integration verliert leicht und kommt nur noch auf ein Prozent. Interessanter ist die Entwicklung der Google-Shopping Ergebnisse.

Google steuert Online-Shopping

Der Gewinner in der Universal Search sind 2013 Googles Shopping-Ergebnisse. Die sogenannten PLAs (Product Listing Ads) verzeichnen einen Anstieg um 347 Prozent. Damit steuert Google gezielt die Customer-Journey bei bestimmten Keywords und beeinflusst so maßgeblich das Online-Shopping. Diese Nachricht ist Wasser auf die Mühlen der Google-Gegner, die in letzter Zeit Google vermehrt vorwerfen, seine monopolähnliche Stellung auszunutzen, um eigenen Diensten Vorteile zu verschaffen. Google-Adwords-Anzeigen sind schon lange nicht mehr die einzige Einnahme-Quelle für Google bei der Suche. Zwar kommen Googles PLAs bis jetzt nur bei rund sechs Prozent aller Universal-Search-Elementen vor, aber gerade die zweite Jahreshälfte hat gezeigt, dass Google diesem Trend weiter folgen will.

 

Über die Studie

Searchmetrics hat für die Untersuchung der Universal Search von Google mehrere Millionen Keywords überprüft. Grundlage waren die ersten fünf Ergebnisse der deutschen Google-Suche.

Die komplette Studie finden Sie hier

Schlagworte zum Thema:  Google, Online-Shopping, SEO, Search Engine Marketing, Customer Journey

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