27.01.2014 | Top-Thema SEO-Desaster bei Webseiten-Relaunch vermeiden

URL-Struktur wahren und Weiterleitungen nutzen

Kapitel
Eine neue Webseite, neue SEO-Probleme? So nicht!
Bild: Haufe Online Redaktion

Beim Webseiten Relaunch kann einiges schief gehen. Was es zu beachten gilt, erklärt Vera Scheuering von Onpage.org.

Bei einem Relaunch wird das Design, die Struktur oder der Inhalt einer Webseite verändert. Das Ziel einer solchen Maßnahme ist es, die Inhalte oder die Usability und damit die Nutzererfahrung nachhaltig zu optimieren oder die Webseite auf den neuesten Stand zu bringen, mit der Absicht diese dauerhaft zu verbessern. Nach dem Relaunch soll alles in neuem Glanz erstrahlen und so die Webseitenbesucher beeindrucken.

Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Die Webseite wird nach dem Relaunch plötzlich schlechter gefunden, Rankings gehen verloren und damit sinkt auch die Anzahl der Besucher der Webseite. Das kann beispielsweise bei Online-Shops schwerwiegende Umsatzbrüche nach sich ziehen.

Gründe für solche Rankingverluste gibt es viele. Das können zum Beispiel der Einsatz von Techniken wie Flash oder zu lange Ladezeiten durch die Verwendung multimedialer Inhalte sein.

Die Zusammenarbeit zwischen SEO Experten, Designern und Entwicklern bei einem Relaunch ist deshalb unerlässlich. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung sollten folgende Punkte unbedingt beachtet werden.

Die Verbindung halten

In der Regel kennt Google die Struktur Ihrer Seite bereits und crawlt bekannte URLs regelmäßig. Diese Bekanntschaft sollte gepflegt werden. Für den Relaunch bedeutet das, dass Sie es nach Möglichkeit vermeiden sollten URLs zu ändern oder sogar eine ganz neue Domain anzulegen.

Google, und natürlich auch die Suchenden, finden unter den “alten” URLs, die sie bereits kennen, zunächst einmal nur Fehlerseiten vor. Diese senden einen 404-Status Code und zeigen damit, dass es sich um Fehlerseiten handelt. 404-Seiten sind für Google hinderlich. Das Ziel von Google und Co. ist es, stets passende und aktuelle Informationen zu liefern. 404-Fehlerseiten hingegen geben einen Hinweis darauf, dass die Domain nicht besonders gepflegt ist. Das könnte dem Ranking schaden.

Natürlich ist das einfacher gesagt, als getan. Oftmals ist es nämlich unumgänglich URLs zu ändern, z.B. wenn man kryptische URLs in User-freundliche, sprechende URLs umschreiben möchte.

Weiterleitungen sind manchmal notwendig

Hier helfen 301-Weiterleitungen weiter. Mit einer 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Unterseite zeigt man der Suchmaschine, dass die Seite dauerhaft umgezogen ist. Solche Weiterleitungen sollte man für alle geänderten URLs setzen, es reicht nicht einfach die alte Startseite auf die neue weiterzuleiten. Dabei gibt es kein Limit, wie viele solcher Weiterleitungen pro Domain geschaltet werden können. Eine Beschränkung existiert allerdings: Man sollte es möglichst vermeiden von einer Seite A auf die Seite B weiterzuleiten und von Seite B dann auf Seite C usw.

Nach ca. vier derartiger Aneinanderreihungen kann es passieren, dass Google diesen Weiterleitungen nicht mehr folgt und damit die eigentlich wichtige Seite nicht mehr gecrawlt und auch nicht indexiert wird.

 

Tipp: Prüfen Sie bei einem Relaunch unbedingt den Aufbau Ihrer Seite und verbessern Sie wenn nötig die Struktur. Leiten Sie anschließend die alten Unterseiten auf die neuen weiter und prüfen Sie, ob die neuen Seiten ausreichend intern verlinkt sind.

Schlagworte zum Thema:  SEO, Website, Website-Optimierung, Suchmaschinenoptimierung

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