| Kreativität

Sechs gute Brainstorming-Tools

Brainstorming-Tools, die die Konzeption vereinfachen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Brainstorming funktioniert längst nicht mehr nur mit Stift und Papier. Mit Brainstorming-Tools kann die Ideenfindung unterstützt werden. Und das auf ganz unterschiedliche Weise. Welche Programme Ihnen dabei helfen, Ihre Kreativität zu bündeln, anzuordnen oder andere Impulse zu bekommen, erfahren Sie hier.

Seit nunmehr 75 Jahren benutzen wir die von Alex F. Osborn erfundene Methode des Brainstormings. Noch immer starten viele kreative Projekte mit genau diesem Prozess, auch wenn sich die Methodik teils stark gewandelt hat. Doch das Grundprinzip – Ideen sammeln, ordnen und anschließend bewerten – ist gleich geblieben. Bevor wir uns den besten Brainstorming-Tools widmen noch eine Warnung. Keines dieser Programme ersetzt den wichtigsten Gegenstand überhaupt: einen kreativen Kopf.

 
1. Mindmapping und Clustering: Bubbl
Die Mindmap ist ein Brainstorming-Klassiker. Vor allem zum Erschließen und Visualisieren eines Themengebietes eignet sich diese Methode hervorragend. Ein ziemlich gutes Mindmapping-Tool ist dabei bubbl.us. Schon in der kostenlosen Version überzeugt das Brainstorming-Tool durch nützliche Features wie die Export-Funktion. Das eigentlich Besondere an bubble.us ist aber die Aufmachung. Viele Systeme kommen bieder daher und gelten eher als Kreativitätskiller. Bubbl setzt dagegen bewusst auf knallige Farben. Das verspielte Design engt zudem niemanden ein. Wie schon angesprochen können die Mindmaps als JPG oder PNG exportiert werden. Alternativ können Sie die Mindmap auch per Embedded-HTML-Code auf der eigenen Seite einbinden.


Alternativen im Bereich Clustering und Mindmapping: Mind 42 (einfach, kostenlos), Lucidchart (kostenpflichtig, geht über normales Mindmapping hinaus)

 
2. Interaktive Pinnwand: Groupzap
Pinnwände sind die klassische Variante, Brainstormings in Teamsitzungen zu organisieren. Jeder schreibt seine Ideen auf einen Zettel, und klebt oder pinnt sie an eine Wand. Anschließend folgt die Diskussion über die Ergebnisse. Was aber tun, wenn die verschiedenen Teilnehmer weit, weit weg sind? Hier hilft Groupzap.com. Das Brainstorming-Tool ist eine Art interaktive Pinnwand. Auch hier gibt es farbige Zettel, die frei beschriftet und auf dem Bildschirm platziert werden können. Über einen einfachen Invite-Link können Nutzer zu Gruppen hinzugefügt werden und so gleichzeitig an derselben Pinnwand arbeiten. Das Brainstorming-Tool ist in der Grundfunktion gratis. Lediglich eine E-Mail-Adresse ist für die Anmeldung verpflichtend.

 
Alternativen im Bereich interaktive Pinnwände: Plentypins (eher auf Einzelpersonen ausgelegt, kostenlos, noch in der Beta-Phase), Padlet (einfach zu bedienen, Chrome-App und Wordpress-Plugin inklusive)

 
3. Synonym- und Assoziations-Datenbank: Openthesaurus
Assoziationen sind der Treibstoff guter Brainstormings. Aber allzu oft verebben sie, und das Brainstorming endet in einer gedanklichen Sackgasse. Das Gehirn versteift sich zu sehr auf ein Thema oder ein Wort, und findet keinen Ausweg. Wer keinen Spaziergang einlegen will, um auf andere Gedanken zu kommen, dem seien Assoziations- und Synonymdatenbanken ans Herz gelegt. Sogar Synonyme regen neue Gedankengänge an. Selbst wenn das Wort tatsächlich ein hundertprozentiges Synonym ist, verbinden wir vielleicht trotzdem andere Erinnerungen und Gedanken damit. Brainstorming heißt auch, sich sprachlich nicht einzuengen. Deswegen ist beispielsweise die Synonym-Datenbank Openthesaurus ein sehr gutes Brainstorming-Tool, das ohne Anmeldung kostenlos gute Ergebnisse liefert.

 
Alternativen im Bereich Synonym-Datenbanken: Woxikon (liefert auch Antonyme und Fremdwörter) und Wie-Sagt-Man-Noch.de (findet auch Zitate)

 
4. Suggest-Tool: Ubersuggest

Suggest-Tools spielen vor allem im SEO-Bereich eine große Rolle. Aber auch für andere kreative Prozesse finden sie Anwendung. Suggest-Tools orientieren sich meist an Suchanfragen. Heißt: Es gibt einen Ausgangsbegriff und das Suggest-Tool liefert alle weiteren Begriffe, die in diesem Zusammenhang gesucht werden. Ein Klassiker in diesem Bereich ist das kostenlose Online-Tool Ubersuggest. Die entstehende Datenmenge ist beachtlich und besteht meist aus mehreren hundert Vorschlägen. Aber ein Brainstorming-Tool soll ja zunächst einmal dabei helfen, Ideen zu sammeln. Die qualitative Bewertung muss hinterher sowieso vom Menschen vorgenommen werden.

 
Alternativen im Bereich Suggest-Tools: Soovle (viele verschiedene Suggest-Quellen), KeywordTool.io (einfach zu benutzende Suggest-Alternative)

 
5. Semantische-Datenbank: Freebase
Freebase versucht thematisch Zusammenhänge im Netz zu erkennen und zu clustern. Mittlerweile gehört der Dienst Google. Der Suchgigant will damit seine Bemühungen in der semantischen Suche vorantreiben. Da Freebase jedoch nicht nur frei verfügbar, sondern auch von jedermann pflegbar ist, eignet sich die Datenbank ebenfalls als Brainstorming-Tool, auch wenn die Streuung sehr hoch ist.

 
6. Clustern mit Wikipedia: Wikimindmap.org
Wikimindmap ist ein tolles Brainstorming-Tool, um fremde Fachgebiete thematisch zu erschließen. Wikimindmap clustert thematisch passende Wikipedia-Artikel und Unterrubriken zu einem gewählten Thema. Das Tool ist natürlich kostenlos. Erstellte Mindmaps können auch als Freemind-Datei exportiert werden.

 

Fazit
Auch wenn all diese Brainstorming-Tools nützliche kleine Helfer sind, sollte doch am Ende nicht vergessen werden, dass es auf eins ankommt. Zündende Ideen. Und dafür ist nach wie vor der Kopf das essentiellste aller Brainstorming-Tools. Und trotzdem können die verschiedenen hier vorgestellten Programme diesen Prozess bereichern.

 

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Schlagworte zum Thema:  Digitales Marketing, Marketing, Lean-Konzepte

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