19.04.2013 | Suchmaschinenoptimierung

Neue SEO-Ansätze für Facebook Graph Search nötig

Die Graph Search von Facebook stellt SEO-Verantwortliche vor neue Herausforderungen.
Bild: Michael Bamberger

Nach der Einführung von Facebook Graph Search müssen sich SEO-Marketer etwas einfallen lassen, denn die bekannten Mechanismen zur Platzierung von Unternehmen in Suchmaschinen funktionieren bei der sozialen Suche nicht mehr wie gewohnt. E-Professional gibt dazu Tipps.

Bei Facebook bestimmen vor allem soziale und semantische Faktoren das Suchergebnis, erklärt Ben Moehlenhoff, Head of Social Media bei der Performance-Agentur E-Professional. Da der Algorithmus die Netzwerkstrukturen erkenne und Nutzerdaten für jede individuell gestellte Suchanfrage neu aufbereite, werde es beim Facebook-SEO neben der Anzahl der Fans und der Kategorisierung der Fanpage vor allem auf die Interaktion mit den Fans ankommen. Gelernte SEO-Mechanismen wie Keyword-Dichte, Ladezeiten, Unique Content oder Verweildauer werden bei Facebook deshalb nicht mehr funktionieren. Vielmehr kommt es auf die Größe der Community, die korrekte Kategorisierung der Page und die Interaktionsrate mit den Fans an. Für Unternehmen bedeutet das, dass die Zeiten, in denen hier und da gepostet wurde, nun endgültig vorbei sind.

Für ein professionelles Community Management empfiehlt Moehlenhoff, zunächst bei der Kategorisierung anzusetzen. Die Beschreibung des Unternehmens sollte dabei möglichst genau und detailliert sein. Viele haben außerdem in der Vergangenheit nicht genug hingesehen, ob es sich beim angelegten Profil auch tatsächlich um ein Unternehmensprofil handelt. So sollten sich beispielsweise Online-Händler als Marke/Produkt kategorisieren und nicht als lokales Geschäft. Dies gilt auch dann, wenn sie über ein lokales Büro verfügen.

Um einen lokalen Bezug herzustellen, sollten Facebook Ort und Markierungen genutzt werden. Kunden sollten zu Check-ins und Likes animiert werden, ebenso wie zu Interaktionen mit ihren Freunden. Dadurch wird das Netzwerk deutlich erweitert. Zunehmend wichtig werden auch Bilder. Moehlenhoff rät, Fotomarkierungen auf der Timeline zu erzeugen, indem Fans dazu animiert werden oder im besten Falle sogar selbst markieren. Aufmerksamkeit außerhalb der Community kann durch Facebook Ads generiert werden, mit denen auf konkrete Aktionen hingewiesen wird.

Momentan befindet sich Facebook Graph Search noch in der Betaphase. In die Suche können deshalb bisher nur Orte, Fotos, Personen, Interessen und Beziehungsstatus einbezogen werden. Weitere Infos wie Seiten, Gruppen, Beiträge und Freundschaften sollen folgen.

Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenmarketing, Social Media, Online-Marketing

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