04.08.2015 | Social Media

Reiseveranstalter: TUI ist der aktivste im Social Web

Auch der Kreuzfahrtriese Aida hat es geschafft, im Social Web eine große Community aufzubauen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Webguerillas haben die Social-Media-Aktivitäten der Reiseveranstalter unter die Lupe genommen. Ergebnis: Auf Facebook, Twitter und Youtube ist keiner so aktiv wie TUI. Dabei kommt es nicht allein auf die Größe der Community an.

Demnach erzielt TUI unter den sieben untersuchten deutschen Reiseveranstaltern die höchste Aufmerksamkeit im Social Web. Kein anderer wird auf Facebook, Twitter und Youtube so stark wahrgenommen. Für den "Triple A-Check“ hat die Agentur Webguerillas die größten deutschen Reiseveranstalter nach Awareness (Aufmerksamkeit), Applause (Zustimmung) und Amplification (Viralität) untersucht. Dies geschah anhand von insgesamt 35 verschiedenen Leistungskennzahlen.

TUI stößt mit seinen Inhalten auf besonders großes Interesse und erreicht damit mehr Leser als die anderen. Zudem zeichnet sich das Unternehmen durch schnelle Reaktionszeiten auf Twitter und viele veröffentliche Facebook-Posts aus. Platz zwei belegt der Kreuzfahrtriese Aida, der als einziger bei der Community-Größe mit TUI mithalten kann.

Konzentration auf einen Kanal?

Wie animierend veröffentlichter Content auf User wirken kann, zeigt der Applause-Wert. Hier führt Alltours das Ranking an, weil es sich ausschließlich auf Facebook konzentriert. Zwar verfügt das Unternehmen dort über vergleichsweise wenige Fans, diese sind jedoch außerordentlich aktiv und beteiligen sich rege an der Kommunikation. Auf Platz zwei folgt hier Thomas Cook, der sich ebenfalls vornehmlich auf einen Kanal (Youtube) konzentriert.

Deutlich differenzierter ist die Sache hingegen in Sachen Amplification. Beim Teilen und Verbreiten der Inhalte hat zwar Alltours die Nase vorn, doch das Unternehmen profitiert wiederum von einer kleinen, dafür aktiven Facebook-Gemeinde. Rein rechnerisch belegt Schauinsland hier den zweiten Platz, weil es den höchsten Amplification-Wert im Check erhält, auf Youtube gelingt es dem Unternehmen hingegen nicht, die User dazu zu bringen, die Videos zu teilen. Die Clips werden gemocht, aber dennoch nicht weitergeleitet. Anders bei TUI: Der Konzern punktet bei den Usern auf der Bewegtbildplattform, kann eine ähnlich große Viralität auf Facebook und Twitter allerdings nicht erreichen.

Entsprechend das Fazit von Webguerillas-Geschäftsführer David Eicher: Deutschlands Reiseveranstalter agierten höchst unterschiedlich und das größte Engagement führe nicht zwangsläufig zu den besten Ergebnissen. So bespielten TUI und Aida zwar sämtliche Kanäle und lieferten aufmerksamkeitsstarke Inhalte mit einer großen Interaktion der ebenfalls großen Communities, doch die höchste Engagement-Rate erzielen häufig Anbieter mit wenigen, dafür umso aktiveren Anhängern.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Dialogmarketing, Social Media

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