23.06.2016 | Ranking

Das sind die dynamischsten Marken der Welt

Google wurde zur dynamischsten Marke der Welt gekürt.
Bild: Google

Google, Amazon und Samsung führen das neue Ranking "The D100“ von Ipg Mediabrands und The Wharton School at the University of Pennsylvania an. Anhand eines eigens entwickelten Wertmaßstabs wurden die weltweit dynamischsten Unternehmen ermittelt.

Die Top 10 setzen sich zusammen aus Google, Amazon, Samsung, Nike, Intel, Nasa, BMW, Mercedes-Benz, Audi und Lenovo. Bewertet wurden die Unternehmen in vier, aus Sicht der Wissenschaftler wichtigen Dimensionen. Die klassischen Maßstäbe der "alten Welt", wie Markenbekanntheit oder Markenwert, spielten dabei keine Rolle.

Vielmehr wurde beurteilt nach Agilität (der Grad, in dem sich Marken an wechselnde Marktbedingungen anpassen), Reaktionsschnelligkeit (der Grad, in dem Marken die Bedürfnisse der Verbraucher und deren Feedback wahrnehmen und darauf reagieren), Innovationsfähigkeit (der Grad, in dem Marken neue Technologien nutzen und innovative Produkte und Serviceleistungen entwickeln) und schließlich Soziabilität (Quantifizierung, wie stark die Zielgruppe einer Marke in den sozialen Medien vertreten und wie groß ihre emotionale Markenbindung ist).

Dynamische Marken mit transformativer Kraft

Jonah Berger, Associate Professor of Marketing an der University of Pennsylvania, nennt seine Methodologie rigoros und umfassend, weshalb es möglich sei, zu ermitteln, welche Marken zu den Zukunftstreibern gehören. Schließlich habe man nicht nur ihre derzeitige Relevanz berücksichtigt, sondern auch die transformative Kraft in der Zukunft.

Festgestellt wurde ein Zusammenhang zwischen Dynamik und Ertragssteigerung (gemessen an Zahlen der letzten Monate). Die Beziehung zwischen Dynamik und Ertragssteigerung wird demnach in hohem Maße von der Agilitäts-Metrik und in geringerem Maße von der Soziabilitäts-Metrik befördert. Agile Unternehmen verfügen laut Studie zudem über eine höhere Marktkapitalisierung.

Die Studie sei auch deshalb interessant, so Mitautor Mat Baxter, weil sie den dringenden Bedarf an Marken aufzeige, die sich von veralteten Markenwert-Maßstäben distanzieren und dynamische Maßstäbe bevorzugen – eine Vorgehensweise, von der man wisse, dass sie mit künftigen Ertragssteigerungen eng korreliere und eine starke unternehmerische Eigendynamik entwickeln helfe.

Für die „D100“ wurden weltweit mehr als 10.000 Verbraucher aus vier Regionen in fünf bedeutenden Märkten befragt. Darunter die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland, China und Indien. Insgesamt wurden mehr als 1.200 Marken untersucht, sowohl global bekannte, als auch kleinere, die lediglich in einem einzigen Binnenmarkt vertreten sind. 

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Schlagworte zum Thema:  Markenführung, Marke, Marketing

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