| Psychologie

Wann Kunden ihre Daten in Netzwerken preisgeben

Die Qual der Wahl: Welche Daten gebe ich in Social Networks frei?
Bild: Veer Inc.

„Kontroll-Paradoxon“ heißt ein Phänomen, das darüber entscheidet, ob Internetnutzer persönliche Daten preisgeben. Psychologen haben herausgefunden, dass Personen, denen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Daten zu kontrollieren, besonders auskunftsfreudig werden.

Ihre Erkenntnisse haben Laura Brandimarte, Alessandro Acquisti und George Loewenstein in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Social Psychological and Personality Science veröffentlicht. Den Teilnehmern einer Studie wurden zum Teil sehr intime Fragen gestellt, die sie in einem Fragebogen beantworten mussten. Die Informationen, so ließ man die Probanden glauben, würden in einem sozialen Netzwerk der Universität veröffentlicht.

Die Studienteilnehmer wurden dabei in zwei Gruppen aufgeteilt. Während man der ersten Gruppe mitteilte, ihre Fragebögen würden per Zufall ausgewählt und nur die Hälfte tatsächlich veröffentlicht, sagte man der zweiten, die Inhalte aller Fragebögen würden ins soziale Netzwerk gestellt. Ergebnis: Die zweite Gruppe erwies sich als die auskunftsfreudigere. Die Psychologen deuten dieses Verhalten so, dass die Angst vor Kontrollverlust die Probanden unsicher machte und schließen daraus, dass die Mehrheit der Facebook-Nutzer sich mehr Kontrolle über ihre Daten wünscht, auch wenn die letztendlich wenig zum Schutz der Privatsphäre beiträgt.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Social Media, Online-Marketing

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