15.02.2017 | Werbemarkt

Programmatic Advertising - auf dem Weg zum Marketing-Mainstream

"Als intelligente und zukunftsweisende Form der Marketingautomatisierung bietet Programmatic Advertising zahlreiche Vorteile."
Bild: d3con

Worum geht es bei Programmatic Advertising im Wesentlichen? Und warum sollten sich vor allem werbetreibende Unternehmen – große Konzerne wie mittelständische Player, B2C- wie B2B-Anbieter – mit diesem Thema befassen? Thomas Promny, Gründer und Veranstalter der d3con, gibt die Antwort.

Programmatic Advertising hat sich im Lauf der zurückliegenden Jahre von einer Effizienzoptimierungssystematik vornehmlich im Performance-Marketing-Bereich zum Mainstream auch in der klassischen digitalen (Branding-)Werbung entwickelt. Heute wird bereits ein großer Teil der Netto-Werbeumsätze in der digitalen Display-Werbung in Deutschland programmatisch abgewickelt. So geht der Bundesverband Digitale Wirtschaft für 2016 von einem Anteil von knapp einem Drittel aus. Und die Wachstumsraten bleiben anhaltend hoch.

Programmatic Advertising steht für den softwarebasierten, d.h. automatisierten und datenbasierten Einkauf von Werbeplätzen sowie die profilgestützte automatisierte Aussteuerung und Optimierung von Kampagnen, zumeist realtime, d.h. in Echtzeit. Entstanden ist Programmatic Advertising im US-amerikanischen Markt, der mit dem Ziel der Yield-Optimierung (Ertragsoptimierung von Werbeplätzen) schon früh auf die kosten­sparende Variante der softwarebasierten Zusammenführung von Angebot und Nachfrage setzte. Mediaeinkäufer konnten über technische Schnittstellen in offenen Handelsplatt­formen und Marktplätzen direkt und automatisiert auf einzelne Werbe­plätze bzw. Werbemittelkontakte (Ad Impressions) zugreifen. Mit Bietverfahren für das angebotene Inventar etablierte sich dann Real-Time-Bidding (RTB) als erste und dort vorherrschende Form des Programmatic Advertising.

Als intelligente und zukunftsweisende Form der Marketingautomatisierung bietet Programmatic Advertising zahlreiche Vorteile: Es vereinfacht und beschleunigt den bislang manuell abgewickelten Einkaufs- bzw. Buchungsprozess, der nun standar­disiert, automatisiert und digital abläuft (Programmatic Buying) und damit signifikant Kosten einspart. Es automatisiert und optimiert den Einkauf von Zielgruppen, egal ob im Rahmen von Auktionen oder von bilateralen Vereinbarungen (Deals). Und es steigert durch die datenbasierte, punktgenaue Aussteuerung von Werbung auf Ziel­gruppen (Targeting) die Effektivität von Werbebotschaften und die Effizienz von Werbekampagnen.

Programmatic Advertising erobert auch die klassische Werbung

Längst konzentriert sich Programmatic Advertising dabei nicht mehr nur auf die immer größere werdende Masse digital adressierbarer Werbeplätze, sondern etabliert sich, zumindest was den Handel von Werbeplätzen betrifft, zunehmend auch in klassischen Mediengattungen wie Print, TV und Radio. Und die programmatische, also daten- und algorithmusbasierte Steuerung erobert immer mehr Einsatzbereiche auch jenseits von Werbung und Marketing, so z.B. im dynamischen Preismanagement (Dynamic Pricing).

Eine der wesentlichen Erfolgsquellen von Unternehmen ist die stetige Sondierung neuer, strategischer Wettbewerbsfaktoren und die kontinuierliche Innovation zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit – gerade im Digitalzeitalter mit seinem disruptiven Potenzial. Programmatic Advertising nimmt in beiden Bereichen eine zentrale Stellung ein.

acquisa ist Medienpartner der d3con. Tickets für die Veranstaltung mit einem speziellen Rabatt gibt es hier.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Marketing, Werbung

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