29.02.2016 | Customer Experience

Potenziale im Crosschannel-Marketing bleiben ungenutzt

Nur ganz langsam bewegen sich die Marketer Richtung Crosschannel-Marketing.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei der Umsetzung einer konsequenten Crosschannel-Strategie haben viele Unternehmen noch einen langen Weg vor sich. Das zeigt eine Studie von Oracle Marketing Cloud und E-Consultancy. Die vielen Möglichkeiten für die Kundenansprache bleiben folglich ungenutzt.

Technologien für ein individuelles und kontextunabhängiges Kundenerlebnis sind längst verfügbar. Allerdings mangelt es vielen Unternehmen an einer Strategie, den notwendigen Ressourcen sowie der schnellen Implementierung neuer Technologien, um Daten zielgerichtet analysieren und Kampagnen kanalübergreifend testen zu können. 36 Prozent der Befragten geben zu, "nicht wirklich“ auf effektive, abgestimmte, kanalübergreifende Marketingmaßnahmen vorbereitet zu sein, 49 Prozent glauben immerhin in "gewissem Maße“ gerüstet zu sein.

Die Mehrheit der Unternehmen hat eine Strategie, die sie als "rudimentär“ bezeichnen, weitere 28 Prozent verfügen über keinerlei Strategie zur Integration des mobilen Kanals in übergreifende Kampagnen. Als Hauptgründe nennt ein Fünftel fehlende Ressourcen, elf Prozent sind technisch nicht ausreichend ausgestattet und neun Prozent fehlt es an den nötigen Fähigkeiten.

Mobile und Crosschannel gehen noch nicht zusammen

In der Folge spielt die mobile Kommunikation wie Mobile Messaging (21 Prozent) und Web-Push-Nachrichten (23 Prozent) derzeit noch eine untergeordnete Rolle, wenngleich die Bedeutung des mobilen Webs im vergangenen Jahr zugenommen hat (von 46 auf 54 Prozent). Die meist genutzten Marketingkanäle sind aktuell die Website (95 Prozent), E-Mail (91 Prozent), Social Media (86 Prozent) und Suchmaschinenoptimierung (84 Prozent).

Auf Basis der Studienergebnisse geben die Experten von Oracle und E-Consultancy deshalb folgende Empfehlungen:

  • Nutzung agiler Marketing-Technologien: Die von den Verbrauchern in unserer schnelllebigen digitalen Welt erwarteten laufenden Veränderungen erfordern von den Marketern Flexibilität und Agilität bei der Umsetzung ihres Konzepts für neue Strategien oder Kanäle. Durch die Nutzung agiler Marketingtechnologien können Unternehmen Kampagnen unkompliziert testen und optimieren und so ihre Strategien schneller auf Marktveränderungen anpassen.
  • Datenkonsolidierung und -analyse: Um Verbrauchern personalisierte Kundenerlebnisse bieten zu können, müssen Unternehmen ihre Kundendaten konsolidieren und gezielt analysieren.
  • Angepasste Kundenentwicklung: Verbraucher interagieren mit Unternehmen heute über eine Vielzahl von Kanälen – dementsprechend steigen auch ihre Erwartungen hinsichtlich Kundenansprache und Reaktionszeit. Marketer müssen Mobilgeräte in ihrem Marketingmix auf strategischer Ebene berücksichtigen und konsistente ganzheitliche Kampagnen entwickeln, die ihre Zielgruppe auf den Geräten erreichen, die diese bevorzugt nutzen. Nur mit Hilfe von Technologien, die eine Personalisierung und Anpassung von Kampagnen in Echtzeit ermöglichen, können Unternehmen ihre Kundenansprache auf sich veränderndes Verbraucherverhalten anpassen.
  • Anpassung interner Strukturen: Unternehmen müssen ihre internen Strukturen auf die neuen Anforderungen anpassen und effektiver zusammenarbeiten – unabhängig von Funktion und Ebene. Ins Pflichtenheft gehören die Aktualisierung veralteter Prozesse und Richtlinien sowie die Umsetzung von Change-Prozessen, um Mitarbeiter bei den Veränderungen zu begleiten und die Verbesserung der Kommunikation zwischen Verantwortungsbereichen zu ermöglichen.

Für die Studie wurden insgesamt 525 Marketing-Experten befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Marketing, Customer Experience, Multichannel, Mobile Marketing

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