11.09.2014 | E-Commerce

Personalisierung im Webshop kommt nicht überall gut an

Zu viel Individualität in der Ansprache mögen nicht alle.
Bild: Stephanie Hofschläger ⁄

Die nächste Webshop-Generation setzt auf "Me-Commerce". Mit einer persönlichen Ansprache jedes einzelnen Kunden sollen Kundenbindung und Konversion gesteigert werden. Die Strategie kann funktionieren, doch nicht alle Kunden springen darauf an, so eine Studie von Fittkau & Maaß.

Die individuelle Ansprache der Besucher gilt Online-Händlern als wichtiges Instrument, um Kundenbindung und Konversion zu steigern. Ziel ist es, jedem einzelnen Webshop-Besucher ein möglichst persönliches Einkaufserlebnis zu bieten und ihn auf direktem Weg zu genau den Angeboten zu führen, die bewusst oder unterbewusst gesucht werden. Eine Studie von Fittkau & Maaß wollte nun herausfinden, wie weit Händler gehen können und wann die Schmerzgrenze der Nutzer überschritten wird.

Grundsätzlich teilt sich die Nutzerschaft demnach in zwei gleich große Gruppen: Jeweils etwa 40 Prozent der Befragten sagen, personalisierte Webshops gefallen ihnen "sehr gut/gut" bzw. "weniger/gar nicht". 18,5 Prozent haben sich noch keine abschließende Meinung gebildet.

Dementsprechend auch die Statements der Befragten: Immerhin ein Drittel (34 Prozent) empfindet die persönliche Ansprache als angenehm und mehr als jeder Vierte (27 Prozent) als interessant und nützlich.

Mehr als die Hälfte ist skeptisch

Dass dafür personenspezifische Daten herangezogen werden, ist den meisten Onlinern bewusst. Deshalb fühlt sich mehr als die Hälfte (54 Prozent) beobachtet und ebenso viele befürchten, die Datenschutzbestimmungen könnten von den Händlern umgangen werden. 37 Prozent akzeptieren eine Personalisierung deshalb nur dann, wenn sie darüber aufgeklärt werden, wo die Händler ihre persönlichen Daten her haben. Fazit: Der Grat, auf dem sich Händler momentan noch bewegen, ist schmal.

Ungeachtet der Kundenaussagen, sind die Händler, die auf Personalisierung setzen, mit den Ergebnissen zufrieden. Jeder vierte Kunde wird so überhaupt erst auf ein Produkt aufmerksam und 15 Prozent haben daraufhin schon gekauft. 18 Prozent empfinden es als angenehm, wenn sie gesuchte Produkte schneller finden, auf der anderen Seite zieht jeder Zehnte in diesem Fall jedoch einen anderen Webshop vor.

Für den Report wurden über 4.300 Internet-Nutzer befragt.

Schlagworte zum Thema:  E-Commerce, Online-Marketing, Versandhandel, Kundenbindung, Datenschutz

Aktuell

Meistgelesen