14.04.2016 | Word of Mouth

Persönliche Empfehlung bleibt wichtiger Kaufimpuls – auch in digitalen Zeiten

Unser Gehirn funktioniert wie eh und je und setzt auf den persönlichen Kontakt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die persönliche Empfehlung bleibt der wichtigste zentrale Kaufimpuls für Smartphone-Nutzer. Erst danach folgen Werbung und Push-Nachrichten. Daran ändert sich auch in digitalen Zeiten nichts. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des ECC Köln.

Für die Studie, die das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Coremedia, IBM und T-Systems durchgeführt hat, wurden 2.000 Smartphone-Besitzer befragt. Bei jedem fünften Kauf mit externen Anreizen verlassen sich die Befragten bei der Produktwahl demnach auf Freunde, Bekannte oder Kollegen. Damit bleibt die Mundpropaganda der wichtigste externe Kaufimpuls. Werbung und Push-Nachrichten folgen mit jeweils rund 18 Prozent. Kaufempfehlungen eines Onlineshops lösen bei zwölf Prozent einen Kaufimpuls aus.

Der persönliche Austausch spiele für Konsumenten auch im digitalen Zeitalter eine zentrale Rolle, sagt Dr. Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting beim ECC Köln. Würden Anbieter diesen Austausch anregen, erreichten sie nicht nur den unmittelbaren Empfänger ihrer Nachrichten, sondern könnten durch dieses Customer Engagement die Botschaft auf glaubwürdige Weise an eine größere Zielgruppe weitertragen.

Klassische Werbung animiert stationäre Käufer

Werbung in Form von Anzeigen, Bannern oder Prospekten sowie Push-Nachrichten regen hingegen häufiger zum stationären Kauf an als zum Onlineshopping. Knapp ein Viertel der Befragten gibt an, aufgrund von Werbebotschaften stationär gekauft zu haben. Onlinekäufe wurden nur bei knapp zehn Prozent ausgelöst. Die wichtigsten Impulsgeber sind dann Newsletter und Push-Nachrichten, was nicht überrascht, bedenkt man, dass diese Werbeformen Smartphone-Besitzer unmittelbar erreichen.

Jedoch möchten User nicht zu jedem Zeitpunkt informiert werden. Die Studie zeigt, dass Wartesituationen die Momente sind, in denen das Smartphone zur Produktrecherche genutzt werden. Dies gilt für alle Generationen, von den älteren Babyboomern bis zur Generation Y. Vier von zehn Befragten greifen während Wartezeiten zum Smartphone. Deutlich weniger Konsumenten recherchieren via Smartphone zum Beispiel in Restaurants, auf dem Weg in die Innenstadt oder auch in einem Ladengeschäft.

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Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Online-Marketing, Mobile Marketing, Kaufverhalten

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