Für manche Inhalte öffnen Nutzer gerne die digitale Schranke. Bild: Andreas Morlok ⁄

Aufdringliche Werbung, Pop-ups und plötzliche Weiterleitungen auf andere Seiten sind für deutsche Onliner die Hauptgründe für die Installation von Adblockern. So das Ergebnis einer Studie von Yougov. Aber es gibt auch Inhalte, für die sie ihre Adblocker deaktivieren.

69 Prozent der Befragten stören demnach besonders aufdringliche Kampagnen, bei Pop-ups reagieren 64 Prozent genervt, bei Weiterleitungen trifft dies auf ebenso viele (63 Prozent) zu und 60 Prozent missfällt ein langsamer Seitenaufbau.

Die Nutzung von Adblockern, die diese Werbeformen blockiert und Nutzern ein uneingeschränktes Surfen garantiert, ist erneut angestiegen. Im Juni 2016 hatte Yougov bereits die Nutzung von Adblockern und Anti-Tracking-Software untersucht. Damals gaben 35 Prozent der Befragten an, diese zu nutzen. Inzwischen sind es 41 Prozent.

Adblocker: Bei Onlineshops können Nutzer darauf verzichten

Für bestimmte Seiten sind Nutzer jedoch bereit, ihre Adblocker zu deaktivieren, um Inhalte sehen zu können. Vor allen anderen sind es Onlineshops und journalistische Inhalte. Jeweils jeder fünfte Befragte (22 Prozent) verzichtet hierbei gerne auf den Blocker. Für 15 Prozent trifft dies auf Videos zu, für 13 Prozent auf Online-Spiele und für zehn Prozent auf Blogs. Allerdings gab auch ein Drittel an, für keine der beschriebenen Inhalte über eine Deaktivierung nachzudenken.

Für die Studie wurden rund 1.000 Personen ab 18 Jahren repräsentativ befragt.

Mehr dazu: So ticken die Nutzer von Adblockern

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Werbung, E-Commerce

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