Frauen fürchten sich vor allem vor Viren und Schadsoftware. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Für Werbetreibende könnte auch die Adblocker-Nutzung auf mobilen Geräten zu einem Problem werden. Der Report "The State of the Blocked Web“ von Page Fair zeigt, wohin die Entwicklung geht, wie die Nutzer ticken und welche Anzeigen gerade noch toleriert werden.

Die Nutzung von Adblockern auf Desktop-Geräten ist schon länger ein Problem für Werbetreibende. Nun zeigt sich, dass immer mehr Blocker auch auf mobilen Geräten installiert werden.

Um 108 Millionen auf nun 380 Millionen ist die Zahl der installierten Adblocker auf mobilen Geräten weltweit innerhalb des vergangenen Jahres gestiegen. Und obwohl insgesamt immer weniger Desktop-Geräte genutzt werden, steigt die Zahl weiter. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde 2016 auf mobilen Geräten ein Anstieg um 40 Prozent gemessen.

Bestimmte Formate werden akzeptiert

Die Gründe für die Nutzung von Adblockern auf mobilen Geräten sind jene, die auch für große Bildschirme genannt werden: Unterbrechungen nerven und man sorgt sich um die Sicherheit. Letzteres gilt für allem für Frauen. Insgesamt scheint die Ablehnung eher an den Problemen bei der Auslieferung der Anzeigen zu liegen, als an den Anzeigen selbst. Dazu passt, dass 77 Prozent der Befragten bereit wären, bestimmte Anzeigen-Formate zu akzeptieren – unter gewissen Voraussetzungen. 52 Prozent akzeptieren statische Banner-Anzeigen, 35 Prozent bevorzugen Video-Anzeigen, die übersprungen werden können. Ist das Überspringen nicht möglich, ist die Frustration besonders groß.

Adblocker-Nutzer: Oft männlich und urban

In den USA wurden im Rahmen der Studie mehr als 4.000 Internetnutzer, die alle einen Adblocker installiert hatten, befragt. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit bei Männern um 24 Prozent höher als bei Frauen. Zudem wohnen diese vermehrt in Städten und Vorstädten. Die größte Verbreitung haben sie unter 25- bis 34-Jährigen (22 Prozent), die geringste unter der Altersgruppe 65 plus (15 Prozent).

Weitergegeben werden Informationen über Verfügbarkeit und Installation von Adblockern mündlich: 37 Prozent haben aus dem Bekanntenkreis, von Familie oder Kollegen davon erfahren, 28 Prozent haben aus den Medien von Adblocking-Software gehört. Bei Frauen sind es in der Regel Familienmitglieder, die sie aufklären und informieren.

Weitere Zahlen zum Thema Adblocker-Nutzung auf mobilen Geräten finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Mobile Marketing, Mediennutzung, Werbung

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