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| Onlinewerbung

Jeder Dritte ist von Retargeting genervt

Und wieder die gleiche Anzeige - gerade ältere Zielgruppen reagieren schnell genervt auf Retargeting.
Bild: Haufe Online Redaktion

Hat sich ein Kunde in einem Webshop über ein Produkt informiert, erhält er beim anschließenden Surfen automatisch dazu passende Produktempfehlungen oder Anzeigen. Solch ein Retargeting kann gerade bei älteren Zielgruppen auch nach hinten losgehen, so eine Studie.

Dem W3B Report "Werbung im Internet und Mobile Web" zufolge, fühlen sich inzwischen viele Onliner von Produktempfehlungen oder Anzeigen geradezu verfolgt. Ist ein Kunde von einem aktiv beworbenen Produkt nicht überzeugt, oder meint es der Werbedienstleister zu gut mit der Häufigkeit der Nennungen, können Kampagnen ausgesprochen negative Auswirkungen haben.

So gibt mehr als jeder dritte Befragte (35 Prozent) an, dass er sich durch aufdringliche Werbung gestört fühlt. Lediglich fünf Prozent freuen sich darüber, an Angebote oder Produkte erinnert zu werden; der Rest steht den Anzeigen neutral gegenüber.

Mitentscheidend, wie wiederholt angezeigte Werbung beim Nutzer ankommt, ist dessen Alter. Jeder Zweite, der den Anzeigen aufgeschlossen gegenüber steht, ist jünger als 35 Jahre. Diese Zielgruppe kauft gerne spontan ein, probiert gerne Neues aus, ist markenaffin und legt großen Wert auf Qualität. Internetnutzer, die die Kampagnen als aufdringlich empfinden, sind meist ältere Zielgruppen ab 40 Jahren.

Für werbende Unternehmen kann dies ausgesprochen negative Folgen haben. Etwa 40 Prozent beginnen, die Werbung zu ignorieren, ebenso viele nehmen ihre Verärgerung jedoch zum Anlass, zu Ad-Blockern zu greifen und die Werbung dadurch auszublenden.

Ebenso fatal ist die Auswirkung auf das Markenimage. 30 Prozent der Befragten sagen, sie würden diesen Webshop in Zukunft meiden, und je 25 Prozent wollen den Shop entweder "vorläufig" nicht mehr nutzen oder im Extremfall sogar "gar nicht mehr" dort einkaufen.

Für den Report waren über 6.000 deutsche Online-Nutzer befragt worden.

Haufe Online Redaktion

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