Die Deutschen sind nahezu "always on". Bild: Corbis

Die Deutschen sind durchschnittlich über 40 Stunden pro Woche online. Die Digital Natives sind mit knapp 55 Stunden sogar noch deutlich länger im Netz unterwegs. Dies sind Ergebnisse der Postbank-Studie "Der digitale Deutsche und das Geld".

Einen Großteil ihrer Zeit verbringen die Deutschen mittlerweile online. Bei den unter 35-Jährigen (den sogenannten Digital Natives) ist es im Schnitt über ein Drittel.

Smartphone und/oder Tablet sind dabei ständige Begleiter im Alltag der Deutschen geworden und rund 70 Prozent der Bundesbürger nutzen sie, um über sie ins Internet zu gehen. In der Generation der Digital Natives ist mit 91 Prozent eine vollständige Durchdringung nahezu erreicht.

Besonders gewinnen digitale Lösungen bei praktischen Fragen und Pflichten des Alltags an Bedeutung. Zuwächse verzeichnen Dienstleistungen wie der Wechsel des Stromanbieters oder die Suche im Netz nach einem Babysitter sowie Steuer- und Behördenthemen. Im Jahr 2016 gaben 48 Prozent der Befragten an, dass die Digitalisierung "eher" oder einen "sehr großen" Einfluss auf den Bereich Dienstleistungen hat. 2017 sind es schon 50 Prozent. Bei Steuer- und Behördenthemen sahen im vergangenen Jahr 36 Prozent eine enorme Wirkung durch den technischen Wandel, in diesem Jahr 38 Prozent.

Shopping und Co.: Auf welche Bereiche sich die Digitalisierung besonders stark auswirkt

Noch deutlicher zeigt sich die wachsende Bedeutung der Digitalisierung im Umgang mit Bankgeschäften. In diesem Lebensbereich zeigen sich für die Menschen hierzulande die größten Auswirkungen der Digitalisierung. Sie übe auf die Bankgeschäfte einen "eher" oder "sehr großen" Einfluss aus, sagten im Jahr 2016 rund 67 Prozent der Befragten. Ein Jahr später teilten schon 69 Prozent diese Meinung. Damit belegen Bankgeschäfte Platz eins, wenn es um den Einfluss der Digitalisierung geht. Dahinter folgen: Bildung/Wissen mit 62 Prozent (2016: 62) und Einkaufen 57 Prozent (2016: 60). Weitere Studienergebnisse vom Vorjahr finden Sie hier.

Zwar ist in der Bevölkerung auch eine gewisse Grundskepsis gegenüber der Digitalisierung und ihren langfristigen Auswirkungen erkennbar, insgesamt wissen die Deutschen aber die Vorteile des technologischen Wandels zu schätzen. Vier von fünf Befragten sagen, die Digitalisierung würde ihnen den Alltag erleichtern. Zwei Drittel können sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Ebenso viele meinen, dass die Chancen der Digitalisierung die Risiken überwiegen.

Für die Postbank Digitalstudie 2017 "Der digitale Deutsche und das Geld" wurden im April und Mai 2017 fast 4.000 Deutsche befragt.

Schlagworte zum Thema:  Mediennutzung, Online-Marketing, E-Commerce, Digitalisierung, Mobile Marketing

Aktuell
Meistgelesen