04.03.2015 | Online-Marketing

Social Media und Content Marketing: Die OMR 2015

Gute Vorträge und ganz viel Entertainment: Die Online Marketing Rockstars 2015.
Bild: Online Marketing Rockstars

Wo steht das Online-Marketing heute? Und vor allem: Was passiert morgen? Angesichts der Geschwindigkeit, mit der sich das komplette digitale Marketing verändert, sind Antworten auf diese Fragen besonders wichtig. Und einer der besten Orte, um solche Antworten zu finden, sind seit fünf Jahren die Online Marketing Rockstars in Hamburg.

Am 27. Februar stieg die Konferenz im Musical-Theater am Hamburger Hafen. Erstmals hatte am Vortag im St. Pauli-Stadion am Millerntor eine Ausstellung stattgefunden, begleitet von "Master Classes", also Workshops zu ausgewählten Themen. Die Veranstalter waren mit dem Zuspruch zufrieden, die meisten Besucher aber kamen am Freitag zur Konferenz.

It`s the arbitrage, stupid

Und die startete mit einem der momentan meistgebuchten Referenten, Gary Vaynerchuck aus New York. Der Mann hat nicht nur mithilfe des Internets den väterlichen Liquor Store zu einer der größten Weinhandlungen in den USA gemacht, sondern ist mittlerweile als Unternehmensberater, Autor und Investor aktiv (zum Beispiel ist er bei Uber engagiert). Kern seines Vortrags: Wer die Netzwerke, Plattformen und Suchmaschinen richtig nutzt, kann mit relativ geringem Invest viel erreichen. Vor allem dann, wenn man früh in neue Themen einsteigt und die Gunst der frühen Stunde nutzt. So habe er sofort, als Google Adwords aufkam, mit dem Suchmaschinenmarketing begonnen und das Keyword "Wine" mit damals fünf US-Cent gebucht. Und als Early Adopter vom mangelnden Wettbewerb extrem profitiert. So sei das auch bei all seinen anderen Aktivitäten gewesen, sei Facebook, sei es Twitter, sei es sonst ein Netzwerk oder eine Plattform. Das Geheimnis laute Arbitrage.

Content counts

Facebook sei bedeutsam, weil man dort Aufmerksamkeit gewinne, die sich am Ende in Umsatz und Ertrag widerspiegele, wenn man es richtig mache. Unternehmen vernachlässigten bislang zu oft den „attention graph“, den Social Media und vor allem Facebook böten. Der Schlüssel zum Erfolg sei aber guter Content, der die Menschen interessiere und begeistere. Irgendetwas zu posten reiche nicht, die Anforderungen an die Relevanz des Content sei enorm hoch. Denn, so Vaynerchuck, das wertvollste Gut der Menschen, gerade im mobilen Internet, sei Zeit. Wer den Usern Zeitverschwendung biete, werde verlieren.

Content, Distribution, Daten

Was mit relevantem Content erreicht werden kann, machte Tobias Bauckhage deutlich, einer der Gründer und Geschäftsführer von moviepilot.com, das innerhalb von zweieinhalb Jahren zum mittlerweile größten Publisher rund um Film in den USA geworden ist – mit monatlich 32 Millionen Nutzern. Auch hier ist Facebook der Dreh- und Angelpunkt. Mit im Moment 13 spezialisierten Pages mit Hintergrundinfos für Fans vom Horror- bis zum Animationsfilm gelingt es moviepilot, Film-Begeisterte zu motivieren, eigene Stories zu schreiben und über Filme, Darsteller etc. zu diskutieren. Dabei sammelt das Unternehmen alle Daten, die greifbar sind, und kann so beispielsweise den Filmstudios prognostizieren, wie gut oder schlecht neue Filme am ersten Wochenende laufen werden. Der Erfolg stecke in dem Dreiklang aus Content, Distribution und Daten, erklärte Bauckhage ("Der Erfolgsfaktor ist Content").

Weitere Referenten waren unter anderen Evan Sharp, einer der Gründer von Pinterest, sowie Liz Eswein, die mit ihrem Instagram Account @newyorkcity 1,5 Millionen Follower hat und sich mittlerweile mit einer Agentur für Mobile Marketing selbständig gemacht hat, zu deren Kunden u.a. Jaguar gehört. 

Wer alles detailliert nachlesen möchte: Die Redaktion von 11 Freunde hat den gesamten Event mit einem Live-Ticker begleitet, der noch online steht.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Social Media, Content, Suchmaschine

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