28.01.2016 | Onlinewerbung

Deshalb nutzen User Ad-Blocker

Bloß keine Werbung. Viele Onliner greifen zum Ad-Blocker.
Bild: Haufe Online Redaktion

User installieren Ad-Blocker, weil sie die Werbung stört. So weit, so offensichtlich. Teads, ein Anbieter für Videowerbung, hat deshalb genauer nachgefragt und herausgefunden, dass sie sich unter gewissen Umständen gegen die Installation eines Ad-Blockers entscheiden würden.

Viele Internetnutzer blenden Anzeigen aktiv aus. Zu viele, wenn es nach denen geht, die damit für ihre Produkte werben. Drei von vier Usern fühlen sich durch die Werbung gestört. Am aufdringlichsten empfinden sie aufgezwungene Videoanzeigen (48 Prozent), jeder Zweite (52 Prozent), der einen Ad-Blocker installiert hat, empfindet Pre-Roll-Ads als aufdringlichstes Werbeformat.

66 Prozent nehmen erzwungene Formate jeder Art als besonders störend wahr. Dabei sind Pop-up-Anzeigen für 80 Prozent der User Hauptgrund für die Nutzung eines Ad-Blockers.

Jedoch gibt es Mittel und Wege, die Ad-Blocker-Quote zu senken: 57 Prozent der Befragten würden die Installation überdenken, wenn sie Werbung gleich zu Beginn überspringen könnten. 49 Prozent würden eventuell keine Blocker installieren, wenn sie die Werbung schließen könnten.

Steigende Verbreitung von Ad-Blockern ist ein Weckruf

Die hier genannten Zahlen basieren auf der Befragung deutscher Onliner, die Studie wurde jedoch in mehreren Ländern durchgeführt, insgesamt haben 9.000 Personen teilgenommen. Weltweit hätten sich Menschen einheitlich gegen störende Anzeigenformate ausgesprochen, sagt Rebecca Mahoney, CMO bei Teads. Die steigende Verbreitung sei ein Weckruf für die Werbebranche. Lösungen, die Usern die Wahl des Opt-out gewährten, müssten her.

45 Prozent der Nutzer, die Ad-Blocker auf ihrem Mobiltelefon installiert haben und 42 Prozent derer, die sie auf dem Desktop nutzen, haben über persönliche Empfehlungen davon erfahren. Einen Unterschied zwischen Männern und Frauen konnte die Studie nicht ausmachen. Einen Unterschied macht jedoch der Browser: 59 Prozent der Ad-Blocker-User in Deutschland nutzen einen Firefox-, 48 Prozent einen Chrome-Browser.

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Werbung, Marketing, Mobile Marketing

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