| Online-Tracking

Misstrauen der Verbraucher ist groß

Die EU-Cookie-Richtlinie aus dem Jahr 2011 wird noch immer nicht von allen Unternehmen beachtet.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im Mai 2011 trat die EU-Cookie-Richtlinie in Kraft. Seitdem dürfen Unternehmen erst dann Online-Tracking betreiben, wenn sie zuvor die Erlaubnis der Verbraucher eingeholt haben. Die Praxis, darauf weist der Datenschutzexperte Truste hin, sieht hingegen anders aus.

Viele Unternehmen scheinen sich über die Bedenken der Verbraucher nicht im Klaren zu sein. Denn laut „Truste 2012 EU Consumer Privacy Index“, einer Studie, die die Einstellung der Verbraucher zum Datenschutz und die Unternehmenspraktiken in der EU analysiert, suchen 41 Prozent der Befragten nur gezielt solche Websites auf, die die Einhaltung der Richtlinie gewährleisten.  Europäische Internetnutzer sind recht gut über die Gesetzeslage informiert: 86 Prozent der Befragten in den Niederlanden wissen demnach über Internet-Browser-Cookies Bescheid, in Großbritannien sind es 81 Prozent, in Deutschland mit 78 Prozent ebenso ein große Mehrheit. 62 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer bestätigen, dass sie um ihre Online-Privatsphäre fürchten. Und das Vertrauen in die Unternehmen ist eher gering: Nur 68 Prozent der Befragten gehen selbstverständlich davon aus, dass diese die Richtlinie auch tatsächlich einhalten.

Um das Vertrauen der Onliner zu gewinnen, eignen sich offenbar Zertifizierungen und Gütesiegel. 57 Prozent der deutschen und britischen Befragten sowie 62 Prozent der Franzosen bestätigen gegenüber Truste, dass diese dazu beitragen ihre Bedenken auszuräumen.

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Online-Marketing

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