27.08.2013 | Online

Hightech-Mittelstand tut sich schwer mit Social Media

Die Mikro- und Nanotechnik-Branche fasst Social Media nur vorsichtig an.
Bild: Haufe Online Redaktion

Für kleine und mittlere Hightech-Unternehmen ist Social-Media-Marketing größtenteils Neuland. Es gibt kaum Ressourcen, wenig Know-how und keine Strategie. Dies ist das Ergebnis einer Befragung des IVAM Fachverband für Mikrotechnik und der Hochschule Hamm-Lippstadt.

1.700 Unternehmen der Mikro- und Nanotechnik-Branche in Europa wurden befragt und eine Ist-Analayse der Webseiten der IVAM-Mitglieder erstellt. Bei der Ist-Analyse wurde deutlich, dass 60 Prozent der Unternehmen soziale Medien zwar in irgendeiner Form nutzen, bei der Befragung stellte sich jedoch schnell heraus, dass das Interesse insgesamt eher gering ist. Bei einer Bewertung auf einer Skala von 1 (nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig) lag der Mittelwert bei gerade einmal 4,2.

Am häufigsten wird Youtube genutzt. Dahinter folgen bei den Online-Tools das Kontaktformular, der Newsletter und Communitys wie Linkedin, Xing und Google. Einen hohen Stellenwert im Marketingmix genießt weiterhin die klassische Website. Auch wenn sich das an den Aktualisierungsintervallen nicht direkt ablesen lässt: Ein Drittel der Firmen aktualisiert die eigene Website mindestens einmal in der Woche, die übrigen zwei Drittel einmal im Monat oder in längeren Intervallen. Was die Aktualität der Webpräsenz angeht, klafft demnach eine riesige Lücke zwischen Selbsteinschätzung und Ist-Zustand.

Als Grund für die Vernachlässigung von Web 2.0 und Social Media nennt knapp ein Viertel der Unternehmen den Mangel an Ressourcen. Bei gut einem Drittel kümmert sich die Geschäftsführung nebenher darum. Dies trifft vor allem auf sehr kleine Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern zu. Und auch sonst mangelt es an einer professionellen Vorgehensweise: Drei Viertel geben zu, planlos zu agieren, vielen fehlt das notwenige Know-how, um strategisch vorzugehen.

Jene Unternehmen, die aktiv Social-Media-Marketing betreiben, erhoffen sich eine bessere Sichtbarkeit am Markt (40 Prozent), positive Auswirkungen aufs Image (29 Prozent) oder ein Umsatzplus (neun Prozent). Einem Fünftel geht es um den direkten Draht zum Kunden.

Schlagworte zum Thema:  Mittelstand, Social Media, Online-Marketing

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