10.11.2014 | Online

Diese Nutzertypen sollten Sie im Web unterscheiden

Nicht jeder bewegt sich routiniert im Internet.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mobile Commerce hier, Social-Media-Advertising dort - was im Marketingsprech nach großer Verheißung klingt, passt nur teilweise mit der Realität in deutschen Haushalten zusammen. Im Rahmen des D21-Digital-Index 2014 wurden sechs klar voneinander unterscheidbare Typen von Internetnutzern identifiziert. Was sie charakterisiert, erfahren Sie hier.

Nutzertyp 1: Außenstehender Skeptiker (Anteil: 26 Prozent)

Mit durchschnittlich 66 Jahren ist dies der älteste Nutzertyp. Die eher weibliche Nutzergruppe verfügt über eine niedrige formale Bildung. Gleichzeitig sind rund 75 Prozent nicht (mehr) berufstätig. Entsprechend gering ist das monatliche Einkommen. Knapp jeder zweite lebt in einem Einpersonenhaushalt. Die Gruppe ist eher schlecht mit digitalen Geräten ausgestattet. Ausnahme: rund 72 Prozent besitzen einfache Handys. Die Internetnutzung in dieser Gruppe liegt bei 15 Prozent. Nur zwölf Prozent dieser Nutzergruppe shoppen regelmäßig im Internet.

Nutzertyp 2: Häuslicher Gelegenheitsnutzer (30 Prozent)

Dieser Typ ist eher weiblich, im Schnitt 50 Jahre alt und verfügt über eine niedrige bis mittlere formale Bildung. Rund jeder Zweite geht aktuell einer bezahlten Tätigkeit nach, über 80 Prozent leben in einem Haushalt mit zwei oder mehr Personen. obwohl über 97 Prozent das Internet nutzen, ist die Gruppe nur oberflächlich mit neuen Technologien vertraut – die mit Abstand häufigste Online-Anwendung ist die Internetrecherche (90 Prozent), gefolgt vom Online-Shopping (60 Prozent).

Nutzertyp 3: Vorsichtiger Pragmatiker (7 Prozent)

Diese Gruppe ist eher weiblich und im Schnitt 39 Jahre alt. Über die Hälfte ist berufstätig, wobei das Einkommen eher im mittleren bis niedrigen Bereich liegt. Bei der Internetnutzung agiert dieser Nutzertyp sehr bedacht, nimmt überdurchschnittlich häufig Sicherheitsrisiken wahr. Gleichzeitig fühlt er sich oft überfordert, stößt bei der Gerätenutzung an eigene Grenzen. Shoppen gehört für diese Nutzer nicht zu den wichtigsten Tätigkeiten im Netz.

Nutzertyp 4: Reflektierter Profi (18 Prozent)

Der im Schnitt 40-jährige Nutzertyp ist eher männlich (71 Prozent), gut ausgebildet und verfügt über ein hohes monatliches Einkommen. Das Internet, mit welchem er sich proaktiv und kritisch auseinandersetzt, nutzt er vor allem über PC und Notebook. Das Anwendungsspektrum ist in dieser Gruppe sehr breit. Neben einer hohen Social-Media-Nutzung werden viele Dinge des täglichen Lebens online erledigt, zum Beispiel Einkaufen. 81 Prozent shoppen regelmäßig online.

Nutzertyp 5: Passionierter Onliner (13 Prozent)

Dieser überwiegend männliche Nutzertyp ist im Schnitt 32 Jahre alt, hat eine hohe formale Bildung und ist überwiegend berufstätig. Gleichzeitig besitzt die Gruppe den höchsten Anteil an Schülern (14 Prozent). Sie weist eine 100-prozentige Internetnutzung sowie großes Interesse an Internet- und Technologiethemen auf. Das Internet spielt eine wichtige Rolle im Alltag dieser Gruppe, so dass ein Leben ohne Internet dort kaum vorstellbar wäre. Mobile Geräte wie zum Beispiel Tablets und Smartphones stoßen auf hohe Resonanz. Der Anteil der regelmäßigen Onlineshopper liegt bei 81 Prozent.

Nutzertyp 6: Smarter Mobilist (6 Prozent)

Dieser typ ist eher männlich und durchschnittlich 35 Jahre alt. 73 Prozent sind berufstätig mit überwiegend mittlerem oder höherem Einkommen. Charakteristisch ist, dass die Internetnutzung über mobile Endgeräte in dieser Gruppe am höchsten ist. Die tägliche Internetnutzung (beruflich und privat) ist ebenfalls am höchsten und liegt bei durchschnittlich 10 Stunden am Tag. Die Nutzung von Cloud-Diensten sowie der Upload persönlicher Inhalte sind in dieser Gruppe am stärksten. Über den Stellenwert des E-Commerce muss man hier nicht reden.

Weitere Studienergebnisse finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Mobile Marketing, Mediennutzung, E-Commerce

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