22.05.2015 | Top-Thema Online-Daten für die Unternehmensführung

Fundierte Einblicke von außen

Kapitel
Wer immer im Web unterwegs ist, hinterlässt Daten. Und die sollten Unternehmen nutzen.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Wohl jedes professionell agierende Unternehmen besitzt heutzutage Prozesse, mit denen es die innerhalb seiner Organisation vorhandenen Daten sammelt und für Reporting-Zwecke auswertet. Und sicherlich treffen sich die Management-Teams all dieser Unternehmen regelmäßig zu Sitzungen, bei denen sie diese Reports studieren, um einen Überblick über den aktuellen Zustand ihres Unternehmens zu gewinnen.

Die Reports dienen dabei nicht nur als Grundlage für kurzfristige Entscheidungen im Tagesgeschäft, sondern bilden in der Regel auch die Basis für die künftige Ausrichtung der Geschäftsstrategie und Investitionsentscheidungen. Aus gutem Grund stecken Unternehmen also viel Zeit und Energie in das Sammeln und Auswerten ihrer internen Daten. Doch nur die wenigsten machen sich bislang den riesigen Erkenntnisschatz zunutze, der aus öffentlich zugänglichen, strukturierten und unstrukturierten Daten im Internet geborgen werden kann.

Online-Daten: Mehr als Medienclippings

Grundsätzlich ist der Blick nach außen für Unternehmen natürlich nichts Neues: Medien werden zum Beispiel schon lange beobachtet. Dabei geht es längst nicht mehr nur um das bloße Sammeln von Print- und Online-Clippings. Kurzfristig gesehen kann ein professionelles Medienmonitoring zum Beispiel bei der Feinabstimmung von PR- und Marketingkampagnen helfen. Durch die Analyse von Posts auf Social-Media-Plattformen, Blogs, in Kommentarspalten oder auf Review-Seiten können Unternehmen zeitnah Marketing-Inhalte für ihre Content-Kanäle erstellen, auf aktuelle Trendthemen aufspringen, die richtigen Influencer ansprechen und die Reichweite ihrer Botschaften steigern.

Doch die Wahrnehmung der eigenen Marke und das Kundenfeedback im Internet sollten nicht nur Unternehmenskommunikation und Marketing interessieren. Denn daraus können wesentliche Hinweise auf die künftige Markt- und Geschäftsentwicklung abgeleitet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass Unternehmen mit der permanenten Datenexplosion fertig werden müssen. Man denke nur an die berühmte Aussage von Google-Chairman Eric Schmidt, dass heute alle zwei Tage so viele Informationen generiert werden wie in der Zeitspanne vom Anbeginn der Zivilisation bis zum Jahr 2003. Und der Ort, wo all diese Informationen liegen, ist das Internet.

Datenspuren im Internet

Doch nicht nur Individuen, sondern gerade auch Unternehmen hinterlassen heute kontinuierlich digitale Spuren im Internet – sei es in Form von Stellenausschreibungen oder Nachrichten zu Personalien, Investitionen oder Kooperationen. Hinzu kommen Online-Diskussionen über den Wettbewerb. Sind die Kunden meines Wettbewerbers zufrieden oder unzufrieden mit dessen neuem Produkt? Welche Produkteigenschaften mögen sie, welche weniger? All diese Daten sind nicht geheim, sondern frei im Internet verfügbar. Eine Software, die all diese digitalen Spuren in Echtzeit erfassen und in Beziehung zueinander setzen kann, stellt also eine beachtliche Erkenntnisquelle für die Unternehmenssteuerung dar.

Schlagworte zum Thema:  Daten, Analytics, Internet, Unternehmensführung, Online

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