29.08.2013 | Top-Thema Obamas 1x1 des digitalen Dialogs

Daten generieren - und nutzen

Kapitel
Digitalen Technologien werden auch für Unternehmen zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Bild: Haufe Online Redaktion

Daten werden heutzutage in großen Mengen generiert – oft werden sie allerdings nicht gesammelt oder bleiben ungenutzt in verschiedenen Teilen der Organisation verteilt. Erst ein strategischer Ansatz zur Generierung und Nutzung der Daten ermöglicht es, mit sozialen Mechanismen relevante und differenzierende Aktivitäten abzuleiten und nachweisbaren Erfolg zu erzielen.

Die disruptive Kraft digitaler Technologien bleibt natürlich nicht nur auf die Politik beschränkt. Vielmehr konnten wir jüngst in den meisten Industrien fundamentale Veränderung beobachten. Insbesondere die gestiegene Relevanz von sozialen Interaktionen um Marken oder – im Fall Obamas – Parteien wird zur strategischen Herausforderung, die es zu handhaben gilt.

Der digitale und weitgehend anonyme Austausch von Privatpersonen im Netz wird mittlerweile von der Mehrheit der Menschen als glaubwürdig eingestuft. Lediglich persönliche Empfehlungen aus dem "Offline"-Umfeld genießen noch höhere Glaubwürdigkeit. In beiden Fällen entsteht "Social Currency". Menschen tauschen ihre Ansichten über Marken oder Parteien untereinander aus und übernehmen so zunehmend aktiv und digital eine Marketingfunktion mit großer Reichweite.

Der Haupttreiber dieser Veränderungen ist der Kunde oder Wähler selbst. Anstelle weniger, intransparenter Angebote haben soziale Technologien Märkte geöffnet und Leistungstransparenz, sowie Partizipation ermöglicht und damit zu einer grundsätzlichen Demokratisierung geführt.

Wie das Erfolgsbeispiel der Obama Campaign zeigt, besteht ein Erfolgsmodell aus der Verknüpfung von drei Faktoren: eine schlagkräftige Organisationsstruktur, echte und neue Insights sowie die beschleunigte und hochrelevante Zielgruppenansprache unter Nutzung von glaubwürdigen Meinungsführern im persönlichen Umfeld der mittelbaren Zielgruppen. Insbesondere dank der individualisierten Ansprachemöglichkeiten werden soziale Medien zu überzeugenden und hocheffizienten Marketing- und Vertriebsmechanismen.

Daher müssen Kampagnenmanager in der Politik als auch Marken- und Vertriebsverantwortliche in Unternehmen ein Verständnis für soziale und digitale Technologien entwickeln, um die Disruption als Wettbewerbsvorteil nutzen zu können.

Schlagworte zum Thema:  Kundenbindung, Dialogmarketing, Social Media, Online-Marketing, Marketing

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