| Digitalisierung

Nur ein Drittel der Deutschen mit hoher Digitalkompetenz

Knapp die Hälfte der Bevölkerung kann mit der Komplexität der Digitalisierung einigermaßen mithalten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Knapp ein Drittel der Deutschen kann zu den digitalen Vorreitern gezählt werden. Das hat eine Studie der Initiative D21 und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ergeben. Interessant sind auch die Details zum Onlineverhalten der weniger digital Engagierten.

Im Vergleich zum Vorjahr schneiden die Deutschen in Sachen digitale Kompetenz und Offenheit schlechter ab (minus fünf beziehungsweise minus vier Indexpunkte). Die Komplexität der Digitalisierung, so scheint es, stellt die Menschen vor größere Herausforderungen. Insgesamt gehen die Studienautoren dennoch davon aus, dass ein Großteil der Gesellschaft mit den Anforderungen Schritt halten kann.

Zu den digital Abseitsstehenden werden 26 Prozent der Bevölkerung (18 Millionen Menschen) gezählt. Sie verfügen über sehr wenige bis kaum Digitalkompetenz. Knapp die Hälfte der Bevölkerung (30 Millionen) gehört zu den digital Mithaltenden, jedoch nur knapp ein Drittel (rund 21 Millionen) besitzt eine hohe Kompetenz, verfolgt viele Trends und ist somit digitaler Vorreiter. Dass immer mehr Menschen an den digitalen Entwicklungen teilnehmen, sei eine gute Nachricht, kommentiert Staatssekretär Matthias Machnig. Um die digitale Spaltung zu überwinden, müsse jedoch noch mehr getan werden. Es müssten auch diejenigen erreicht werden, die digital im Abseits stehen oder gerade so mit der Entwicklung Schritt halten können.

Interessante Ergebnisse zur Suchmaschinennutzung

Die Studie zeigt auch konkret, in welchen Bereichen digitale Kompetenzen noch gering ausgeprägt sind. So nutzen beispielsweise 72 Prozent der Befragten Suchmaschinen, jedoch nur 58 Prozent können diese Recherche mit "hoher Kompetenz durchführen“. Nur 37 Prozent beziehen mehrere Quellen mit ein, nur 15 Prozent betrachten die Ergebnisse jenseits der ersten Stelle. Zudem fällt auf, dass die Hälfte der Bevölkerung keine Erfahrung oder keine Kompetenz mit Online-Überweisungen (47 Prozent) und beim Erstellen von Inhalten in sozialen Netzwerken (53 Prozent) hat.

Die Studie, die von Kantar Media durchgeführt wird, liefert seit 2013 ein jährliches Lagebild zum Digitalisierungsgrad der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren. Der Index setzt sich zusammen aus den vier unterschiedlich gewichteten Dimensionen Zugang, Nutzung, Kompetenz und Offenheit.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, Online-Marketing, SEO

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