18.09.2012 | Nielsen-Studie

Smartphone wird Shopping-Begleiter

Im Supermarkt dienen QR-Codes Kunden als Informationsquelle.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mobile Endgeräte werden für Verbraucher zu einem ständigen Einkaufsbegleiter. Laut einer Nielsen-Erhebung verwenden fast 90 Prozent der US-Amerikaner beim stationären Einkauf ein mobiles Endgerät. Hierzulande wickelt ein Viertel der Smartphone-Nutzer komplette Kaufprozesse über das Handy ab.

Damit entwickeln sich Smartphones und Tablets zu einer ernst zu nehmenden Erlösquelle. Auf den Handel kämen ganz neue Herausforderungen zu, resümiert René Bellack, Vice President Service Telecoms Practice Group bei Nielsen Deutschland. Gleiches gelte auch für die Industrie und andere Werbungtreibende. Als Shoppingbegleiter sorgten mobile Endgeräte jederzeit und überall für Transparenz und Interaktionsmöglichkeiten.

Starkes Wachstum im Bereich Mobile Werbung
Entsprechend stürmisch entwickelt sich derzeit das Mobile Advertising: Laut einer aktuellen Erhebung von Nielsen und BVDW, ist der mobile Werbemarkt im zweiten Quartal 2012 um beeindruckende 80 Prozent gewachsen. Damit fiel das Wachstum noch einmal höher aus als im Vorquartal. Das Gesamtvolumen betrug im ersten Halbjahr insgesamt 23 Millionen Euro. Treiber war dabei die Automobilindustrie mit einem Werbebudget von 4,4 Millionen Euro, gefolgt von der Telekommunikationsbranche und dem Dienstleistungsgewerbe.

QR-Codes unterstützen Kaufentscheidungen
Zunehmend wichtig wird der Einsatz von QR-Codes. Von den rund 30 Millionen deutschen Online-Haushalten kennen sie bereits 70 Prozent; ein Drittel hat bereits einen solchen Code gescannt. Ein Viertel wiederum nutzt die Technik im Ladengeschäft, um sich über ein Produkt näher zu informieren. René Bellack sieht in QR-Codes ein Mittel zum „Extended Packaging“ für Hersteller und Handel. Noch während des Kaufentscheidungsprozesses könne mit potenziellen Kunden in Interaktion getreten beziehungsweise im Nachgang die Kundenbindung gefestigt werden.

Zusatzinformationen erwünscht
Wahrgenommen werden QR-Codes am besten eingebettet in Werbeanzeigen in Zeitschriften: 83 Prozent der Befragten haben einen QR-Code in diesem Umfeld schon einmal bewusst registriert. Erfolgreiche Träger sind aber auch Produktverpackungen (70 Prozent) und Plakate (64 Prozent). Mehr als die Hälfte der Befragten wollte durch das Scannen zusätzliche Informationen zu bestimmten Anzeigen erhalten, vor allem bei Lebensmitteln und Getränken. Außerdem wird gerne nach Zusatzinformationen zu Warengruppen wie Körperpflege oder Haushaltsreinigern recherchiert.

Schlagworte zum Thema:  Handel, Mobile Marketing, Kundenbindung, Kundenservice, Online-Marketing

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