13.07.2012 | Nielsen

EM sei Dank - Bruttowerbemarkt mit Plus im ersten Halbjahr

Die Fußball-Europameisterschaft verhalf der Werbebranche zu einem leichten Wachstum.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist im ersten Halbjahr um rund zwei Prozent auf 12,4 Millionen Euro gestiegen. Dabei erzielten Online-Werbung, Radio und Fernsehen dank der Fußball-Europameisterschaft überproportionale Wachstumsraten. Diese aktuellen Zahlen liefert der Marktforscher Nielsen.

Auch wenn einige Mediengattungen von dem sportlichen Großereignis im Juni profitieren konnten, fällt der Werbetrend insgesamt sehr uneinheitlich aus. Während Internetwerbung (17,6 Prozent), Radio (5,1 Prozent) und Fernsehen (4,4 Prozent) überproportional gewachsen sind, mussten andere zum Teil harte Rückgänge hinnehmen. Unter den Printmedien fiel das Minus bei den Fachzeitschriften (1,8 Prozent) am geringsten aus. Bei Publikumszeitschriften und Zeitungen lag das Minus mit 3,5 beziehungsweise 4,9 Prozent etwas höher. Bei Out of Home-Werbemaßnahmen reduzierten sich die Ausgaben ebenfalls um 3,5 Prozent.

Eurokrise hinterlässt Spuren

Am härtesten traf es die Kinowerbung: Nach einem guten ersten Quartal musste die Branche dennoch im gesamten ersten Halbjahr einen Rückgang der Einnahmen von 11,7 Prozent hinnehmen.

Die Eurokrise scheint ihre Spuren also auch im deutschen Werbemarkt hinterlassen zu haben, auch wenn das Kino mit Rückgängen im Juni wohl hauptsächlich unter der Fußball-Europameisterschaft zu leiden hatte und daher nur ein kurzfristiges Tief gewesen sein dürfte. Insgesamt bewertet Ludger Wibbelt, Managing Director und Market Leader Watch bei Nielsen in Hamburg, die Entwicklung aber positiv, auch wenn das zweite Quartal mit einem minimalen Wachstum von 0,5 Prozent deutlich schwächer ausgefallen sei als das erste.

Schlagworte zum Thema:  Internetwerbung, Printmedien, Radio, Fernsehen, Werbung

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