17.01.2013 | Nielsen

Bruttowerbemarkt ist trotz Krise gewachsen

Die werbungtreibenden Unternehmen fuhren im vergangenen Jahr auf Sicht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Bruttowerbedruck ist im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro gestiegen. Diese Zahlen hat Nielsen gemeldet. Damit zeigt sich der Werbemarkt trotz der anhaltenden Eurokrise stabil.

Nach einem guten Start im ersten Quartal (plus 3,7 Prozent) hatte der Werbemarkt im dritten Quartal seinen Tiefpunkt erreicht, trotz der Olympischen Spiele. Das vierte Quartal sicherte den positiven Jahresabschluss, wobei der Dezember leicht negative Tendenzen aufwies. Das überrascht, denn das Weihnachtsgeschäft im Dezember war aus werblicher Sicht sehr erfolgreich: Die Unternehmen investierten deutlich mehr in Werbung mit inhaltlichem Bezug zu Weihnachten als im Vorjahresmonat (278,7 Millionen Euro, ein Plus von 14,9 Prozent).

Wenig überraschend ist der Online-Werbemarkt im Vergleich zum Gesamtbruttowerbemarkt überproportional stark gewachsen. Die Online-Werbung verzeichnete ein zweistelliges Plus von 17,3 Prozent. Ebenfalls auf dem Vormarsch ist die Werbung auf mobilen Medien. Insgesamt 55,8 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in diesen noch relativ jungen Markt. Im laufenden Jahr soll der Markt weiter deutlich zulegen, so die Prognose von Nielsen. Besonders Unternehmen der Automobil- und Telekommunikationsbranche nutzen die neue Werbeplattform.

Die werbestärksten Branchen sind Handel (1,7 Milliarden Euro Werbedruck) und Automobil (1,65 Milliarden Euro). Der Trend war hier allerdings gegenläufig: Während die Händler im Vergleich zum Vorjahr 12,5 Prozent weniger in Werbung investierten, griff die PKW-Branche um 7,4 Prozent tiefer in die Tasche. Während die Discounter als Untergruppe der Händler mit 676 Millionen Euro den größten Anteil für sich beanspruchten, schaltete mit der Media-Saturn-Holding dennoch ein Technikkaufhaus die meiste Handelswerbung.

Um fast ein Drittel wurden sowohl der Bruttowerbedruck für Unternehmenswerbung sowie auch die Werbeaktivitäten der E-Commerce-Branche erhöht. Insgesamt flossen 659,7 Millionen Euro in Unternehmenswerbung. Im Bereich E-Commerce rührten mit 759,8 Millionen Euro vor allem Angebote aus dem Bereich Tourismus und Ticketverkauf die Werbetrommel, aber auch Mode-, Camping- und Sportartikelanbieter. Einzelne Top-Werber waren hier das Versandhaus Zalando und der Auktionator Ebay. Sehr werbestark zeigten sich auch die Anbieter von Online-Dienstleistungen wie Suchmaschinen, Communities oder Vergleichsportale: Sie investierten zusammen 954,4 Millionen Euro. Weitere Details finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Handel, Mediaplanung, Werbung, Marketing

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