19.11.2014 | Serie Suchmaschinenoptimierung

Neun wichtige SEO-Trends für 2015

Serienelemente
SEO 2015 - was erwartet uns?
Bild: Haufe Online Redaktion

Wie letztes Jahr präsentiert acquisa wieder die SEO-Trends für das kommende Jahr. Was ändert sich 2015? Wo geht die SEO-Reise hin? Wir wagen einen Blick in die Glaskugel.

 

!!! Lesen Sie hier die SEO Trends für 2016 !!!

#1 Google macht bei der mobilen Suche ernst
Dieses Jahr war der wohl größte Trend die mobile Suche. Dabei ging es für Webmaster vor allem darum, die eigene Seite für die mobile Darstellung fit zu bekommen. Responsive Design Webseiten sprießten aus dem Boden und tun es immer noch. Das Web stellt auf Mobile um, auch wenn noch viel zu tun ist. Trotzdem liegen mittlerweile viele Inhalte mobil optimiert vor. Die Mobile Suche kann durchstarten und Google nimmt wie immer einen treibenden Platz dabei ein. Schon dieses Jahr könnten mobile Suchanfragen die stationären überflügeln, sagt zumindest Matt Cutts. 2015 wird Google hier ernst machen und eine Mobile-First-Strategie in die Tat umsetzen. Wieder einmal bleibt SEOs nichts anderes übrig als abzuwarten, wie Google hier vorgeht – um dann nachzuziehen. (Lesen Sie hier: Sieben Tipps für mobile SEO)

 
#2 SEOs müssen immer mehr können und wissen
Programmierer, Usability Experte, Content Genie, Designprofi, Conversionguru, Analysemaster… all das wird immer mehr zum Aufgabenbereich von SEOs. Nicht jeder SEO muss natürlich alles können, aber immer mehr geht der Trend dahin, dass von SEOs erwartet wird, bei diesen Themen mitreden zu können und vielleicht ein, zwei Sachen richtig gut zu beherrschen. Das stellt enorme Herausforderungen an das Berufsbild SEO und trägt auch dazu bei, dass SEO 2015 sehr viel komplizierter wird. Dieser Artikel verdeutlicht, was SEOs können sollten.

 
#3 Willkommen App-SEO
Millionen verschiedener Apps beherbergen verschiedene APP-Stores mittlerweile. APP-SEO (manchmal auch App Store Optimization (ASO)) wird 2015 endlich im Mainstream ankommen. Dabei geht es nicht nur darum, wie die eigene App in den Google SERPs besser auffindbar wird, sondern auch darum, wie die eigene App in der internen Suche des jeweiligen Stores ein möglichst großes Publikum erreicht.

 
#4 Voice Search vor dem Durchbruch
Mit dem mobilen Erfolg der Suche kommt auch die Sprachsuche in Gang. 2014 war es erstaunlich leise auf diesem Gebiet (zumindest in der SEO-Branche), auch wenn Google das ein oder andere Update für die Google Voice Search parat hielt wie beispielsweise die automatische Sprachenerkennung. Mit „Ok Google“ vermarket Google eine Sprachsuche bereits im großen Stil. 2015 wird die Sprachsuche nicht nur noch komfortabler, sie wird auch immer mehr genutzt werden. Mit Folgen für SEO. Die Veränderung des Suchverhaltens bzw. der Suchanfragen stellt nicht nur Google, sondern auch SEOs vor große Herausforderungen. Hier greift auch ein weiterer SEO-Trend, der SEOs noch viel mehr Kopfzerbrechen bereiten sollte. Es handelt sich um:

 
#5 Google antwortet immer direkter
Wo will Google hin? Informationen zu jederzeit, überall, komfortabel und schnell nutzbar machen. Dazu gehört auch, auf eine konkrete Frage eine konkrete Antwort zu liefern. Und auf unkonkrete Fragen eine Auswahl potentieller, möglichst akkurater Antworten. Der Trend 2014 ging mit dem Knowledge Graph und Infoboxen bereits in diese Richtung – und Google wird den Weg 2015 konsequent weitergehen. Für SEOs stellt das ein Problem dar, weil Google nach und nach Webseiten Traffic „klaut“. Gerade in Verbindung mit der Voice Search, bei der ganz konkrete Fragen direkt diktiert werden können und so die Antwort für Google einfacher zu ermitteln ist, stellt dieser Trend eine ernstzunehmende Gefahr dar. Eine Möglichkeit für SEOs ist hier auf Informationen zu setzen, die tiefer gehen als die Antwort auf eine simple Frage. Komplizierterer, gut recherchierter und perfekt aufbereiteter Content wird auch 2015 weiter wichtiger werden. (Mehr über Google, die Antwortsuchmaschine)

 
#6 Negative SEO als Alltagsproblem
SEO wird immer komplizierter, erfordert mehr Kompetenzen und die Ergebnisse werden unkalkulierbarer. Was tun SEOs, die hier nicht mithalten können und vielleicht keine Ergebnisse mehr erzielen? Gut möglich, dass sie sich verstärkt auf Negative SEO konzentrieren. Beim Negative SEO geht es darum, Konkurrenten zu schaden und dadurch das eigene Ranking zu verbessern. Der Kampf gegen Negative SEO wird ein großes Thema 2015 werden – nicht nur für SEOs, sondern auch für Google.

 
#7 Content Marketing macht jeder, aber kaum einer macht es richtig
Content Marketing ist einer der am meisten missbrauchten Begriffe 2014. Alles und jedes soll auf einmal Content Marketing sein. Die Folge: Jeder behauptet Content Marketing zu betreiben. Die meisten jedoch scheitern, weil sie zu wenige Ressourcen darauf verwenden oder schlicht uninformiert sind. Ändert sich das 2015? Womöglich nur wenig. Wir werden immer noch großartige Kampagnen erleben, aber ebenso viel Unnützes. Abseits davon heißt das aber nicht, dass die Content-Qualität insgesamt nicht doch steigen wird, weil endlich erkannt wird, dass guter Content bei Google besser rankt (Durch diese acht Content-Marketing-Fehler scheitert Ihre Kampagne)

 
#8 Keiner kommt auch nur in die Nähe von Google
Auch nächstes Jahr gibt es in weiten Teilen Europas und vor allem in Deutschland keinen echten Google-Konkurrenten im Suchmaschinenensegment. Die Diskussionen um eine vermeintliche Monopolstellung von Google werden nicht verebben, Bing (und damit auch Yahoo), DuckDuckGo ,Yandex und andere werden bei den Marktanteilen hierzulande weiter im niedrigen einstelligen Prozentbereich herumirren. Die SEO-Aktivitäten werden sich also auch 2015 weiterhin hauptsächlich auf Google konzentrieren.

 
#9 Personalisierung macht SEOs die Arbeit schwer
2015 könnte Google seine Datenkrake intensiver dazu bemühen, noch individuellere Suchergebnisse zu erzeugen. Diese können entweder auf vorher getätigten Suchen basieren, Interessen aus Google+ oder zuletzt besuchten Seiten. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Google diese, bereits vorhandenen, Ergebnisse für die Suche miteinbezieht. Google hat hier höchstens Angst vor Datenschützern, die sich an dem bereits angegriffenen Image abarbeiten. Ansonsten will Google weiterhin die Sucherfahrung verbessern – und Daten können dabei zweifelsohne helfen.

 

 

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