Wenn die Kampagne auf gerät 1 schon funktioniert hat, sollte der Werbetreibende die Geräte 2 und 3 stumm schalten, meint Carsten Frien von roq.ad. Bild: roq.ad

Multi Device Marketing ist erfolgsentscheidend – angesichts von durchschnittlich drei Endgeräten, die jeder Deutsche besitzt, kein Wunder. Hier kommt es auf Storytelling an, auf durchdachte Kampagnen und ein ausgefeiltes Datenmanagement, sagt Carsten Frien von roq.ad.

Mobile, Desktop, Smart-TV, Wearable: Die meisten Menschen nutzen über den Tag verteilt ganz unterschiedliche Endgeräte. Was heißt das für Kampagnen? Kann man Cross Device einheitliche Geschichten erzählen?

Im Durchschnitt besitzt eine Person drei Geräte, ein Haushalt zwölf. Kampagnen, egal ob Display, Rich Media, Video, Social oder Native, sollten diese Situation berücksichtigen. Smarte Werbekunden tun dies längst. Retargeting nervt nur dann nicht, wenn es über die drei Geräte des Kunden synchronisiert wird. Habe ich auf Gerät A schon das beworbene Produkt gekauft, sollte der Advertiser meine Geräte B und C stumm schalten.

Storytelling, das heißt Werbemittel 1,2,3 in einer bestimmten Reihenfolge auszuspielen, ist möglich. Erst wenn der Konsument verstanden hat, dass es eine Marke gibt und diese Marke ein bestimmtes Produkt anbietet, wird er dies kaufen wollen. Sofort mit der Türe ins Haus fallen im Sinne von „Buchen sie hier eine Probefahrt mit dem Porsche Cayenne" ohne zu erklären, dass dies ein Luxuswagen mit 5 Sitzplätzen für 130.000 Euro ist, wird nicht funktionieren.

Für jedes Device die passende Story 

Jedes Device braucht seine eigene Form der Darstellung, sagen Sie. Aber was bedeutet das konkret? Was unterscheidet Mobile vom Smart-TV?

Mobile Geräte eignen sich auf Grund des kleinen Displays und des Platzangebotes für genau einen Banner für Performance Kampagnen, zum beispiel "Klicke hier und lade Dir App X direkt auf Dein Gerät". Smart TVs haben große Bildschirme, und 100 Prozent der Fläche können für kurze Spots zur Steigerung der Markenbekanntheit genutzt werden.


Was ich hasse: Wenn mir auf dem Smartphone, auf dem PC und abends auf dem Fernseher auf Youtube dauernd dieselben Video-Ads angeboten werden. Wie können Unternehmen wissen, dass ich den Spot schon morgens in der Tram mobil gesehen habe und abends eine Story sehen möchte?

Werbekunden sollten einen so genannten Graph-Anbieter nutzen. Ein Graph ist eine Datenbank mit allen Informationen zu Haushalt, Personenanzahl und Geräteanzahl sowie deren Nutzung. So weiß der Werbekunde ganz genau, welcher Nutzer welche seiner typischerweise drei Geräte nutzt. Demnach wird er nach erfolgreicher Ausspielung auf dem ersten Gerät die beiden weitern nicht mehr bespielen. 


Mehr zu Multi Device Marketing zeigt roq.ad auf der dmexco 2017 in Halle 8, Stand B009. 

Alle Informationen zur digitalen Leitmesse am 13. und 14. September in Köln gibts auf der Homepage der Messe. 

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Laptop, Smartphone, Datenmanagement

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