23.03.2015 | Mobile Marketing

Mobiles Desaster vermeiden und Conversions auf Kurs halten

Mobilfreundlichkeit zahlt sich aus.
Bild: Haufe Online Redaktion

Google macht ab 21. April ernst und nimmt die Mobilfreundlichkeit einer Seite offiziell als Rankingkriterium auf. Das heißt im Klartext: Online-Shops mit ungenügenden Ladezeiten und schlechter Multiscreen-Darstellung haben ein ernsthaftes Conversion-Problem. Wie Sie Conversion-Verluste vermeiden, weiß Sevenval.

Nicht nur Googles Mobil-Offensive ist schuld. Die mobilen Nutzeranfragen an sich wachsen und wachsen. Über kurz oder lang werden sie die Desktopraten erreichen. Mobilfreundlich zu werden ist für einen kleinen Blog deutlich einfacher, als für eine große News- oder Shop-Seite. Verschiedene Tipps helfen hier, die Conversions (Die 5 Säulen modernen Marketings, Teil 3: Conversion) auf Mobilgeräten nicht zu verloren.

 

No Go 1: Zoomen oder horizontales Scrollen

Um Texte auf hunderten oder gar tausenden Seiten für mobile Geräte optimiert darzustellen, brauchen Konzerne einen Front-End-Server. Dieser ist u.a. in der Lage, Gerät und Browser zu erkennen und die passende Textdarstellung auszuspielen, die für das jeweilige Endgerät benötigt wird. Diese Device Detection ist zudem eine wesentliche Funktion für alle Performance Verbesserungen. 

 

No Go 2: Fehlerhafte Weiterleitungen und irrelevante Verlinkungen

 Jede Seite muss mobil optimiert werden, d.h. eine mobile Landingpage, die auf Desktop-Seiten verlinkt, reicht nicht aus.
Bei separaten mobilen Seiten (z. B. m.*.de) müssen zwingend die HTML Tags “Canonical & Alternate” (in der Desktop- und der mobilen Präsenz) integriert sowie ein entsprechendes Universal Domain Konzept für die Weiterleitung erarbeitet werden. Besser ist aber nach wie vor eine responsive Lösung.

 

No Go 3: Fehlerseiten von mobilen Unterseiten

 404-Fehlerseiten sollten möglichst durch eine funktionierende Weiterleitung ausgeschlossen werden. Wenn Sie mit dynamischer Bereitstellung arbeiten, achten Sie darauf, dass die User-Agent-Erkennung richtig konfiguriert ist.
Die Weiterleitung lässt sich auf einen Front-End-Server verlagern. Dieser kann mit Hilfe einer Datenbank (CDR = Client Description Repository) die bereits genannte Device-Erkennung übernehmen und gewährleisten, so dass die Weiterleitung zuverlässig funktioniert. Zudem ist auch hier die Berücksichtigung des Universal Domain-Konzeptes wichtig.

 

No Go 4: Mobile Webseite fehlt

 Wenn Smartphone- oder Tablet-Nutzer auf Desktop-Seiten verwiesen werden, führt dies zu einem schlechteren Ranking dieser Desktop-Version. Es gilt also, möglichst schnell mobile optimierte Seiten zu erstellen. Wer schnell handeln will, kann mit Parsing der Desktopseite zügig zu einer mobilen Webpräsenz kommen. Dabei werden Inhalte aus der bisherigen Seite ausgelesen und möglichst automatisch für die Darstellung auf einer mobilen Seite aufbereitet. Sevenvals System Aggregation-Team hat diese Methode professionalisiert und kann daher auch einen Roll-out der mobilen Seite für Dutzende Länder gleichzeitig realisieren.

 Parsing ist eine schnelle, taktische Lösung. Der Nachteil: Änderungen der Desktop-Seite müssen den Entwicklern der mobilen Webseite im Vorfeld bekannt gegeben werden, damit entsprechende neue Templates für die geplanten Änderungen zur Verfügung stehen. Eine strategische und zukunftssichere Lösung ist die Umsetzung einer RESS- Lösung (Responsive Design with serverside Components). Auch hierfür wird ein Front-End-Server eingesetzt, der den Browser der mobilen Nutzer bei der Prozess- und Datenverarbeitung erheblich entlastet. Passend zum spezifischen Gerät werden z. B. kleinere Bilder ausgeliefert, HTML, CSS und JavaScript optimiert und für das Endgerät spezifisch aufbereitet. So findet eine minimale Dateiübertragung statt, ohne auf Inhalte zu verzichten. 

 

No Go 5: Langsamer mobiler Seitenaufbau

Zu lange Wartezeiten frustrieren mobile Nutzer und tragen schon jetzt zu einem schlechten Ranking bei (Mobile Suche: Kurz, schnell, gut – So muss Mobile Content sein). Ladezeiten von über 4 Sekunden verursachen erhebliche Conversion Verluste.
Eine Lösung sieht in diesem Fall sehr komplex aus. Die wichtigsten Punkte sind z. B. asynchrones laden von Above The Fold Inhalten, das Einbinden (Inlining) von Scripten (JS und CSS) für diese, zuerst angezeigten Inhalte. Externe JavaScript und CSS Dateien sollten möglichst am Ende laden und wenn möglich alle Datenpakete komprimiert übertragen werden. Auch hier empfiehlt sich als langfristige Lösung ein Front-End-Server der die Performance auch für zukünftige Endgeräte, Browserversionen und OS-Updates gewährleisten kann.

 

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Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenoptimierung, Mobile Marketing, Google, Responsive Design

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