21.05.2015 | Serie Social Media Marketing

#mobilegeddon – Was sie außerdem noch tun sollten

Serienelemente
Mobile Marketing wird immer noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt - findet unser Kolumnist Felix Beilharz.
Bild: Felix Beilharz

In der täglichen Arbeit mit Kunden bin ich immer wieder überrascht, bei wie vielen Unternehmen das Thema „Mobiles Marketing“ immer noch stiefmütterlich behandelt wird. Vor allem im B2B-Kontext sind Aussagen wie „Unsere Kunden sind nicht mobil online“ an der Tagesordnung. Und ja, das mag in manchen Fällen sogar stimmen, zumindest teilweise.

Trotzdem geht es heute nicht mehr ohne mobile Website. Denn Ende April hat Google den  „desktop-only“-Websites den letztendlichen Todesstoß verpasst. Die Botschaft ist klar: Seiten, die nicht mobil optimiert sind, ranken in Zukunft zumindest im mobilen Google-Index schlechter. Damit wird mobile Usererfahrung zum Rankingfaktor. Diese Ankündigung hat unter dem Namen „mobilegeddon“ für Furore in der Branche gesorgt. Für Seiten, die nicht für mobile Geräte geeignet sind, dürfte das künftig einen deutlichen Trafficeinbruch bedeuten. SEO-Tool-Anbieter wie SEOlytics und Sistrix haben bereits erste Analysen der Gewinner und Verlierer veröffentlicht.  Teilweise gab es dabei deutliche Änderungen der Sichtbarkeit im mobilen Google-Index.

Es gibt also endlich keine Ausrede mehr, nicht für mobile Endgeräte zu optimieren. Doch was sollte man dabei genau tun?

Google liefert gleich mehrere Hilfestellungen für die Optimierung. Eine recht umfangreiche Anleitung und ein Testing Tool, das mehr oder weniger nützliche Ergebnisse ausliefert.

Darüber hinaus sollten Sie sich einmal grundsätzlich Gedanken über die Ausrichtung Ihrer mobilen Strategie machen. Denn mobile Optimierung ist mehr als nur eine responsive Website oder die Einhaltung einiger technischer und grafischer Standards.

 

Responsive Content?

Nutzer, die Ihre Seite mit mobilen Endgeräten aufrufen, haben häufig andere Bedürfnisse als Nutzer mit PCs oder Laptops. Welche Bedürfnisse sind das bei Ihren Kunden? Die Anfahrt vielleicht oder eine telefonische Kontaktmöglichkeit? Wahrscheinlich aber keine langen Texte und tiefgehenden Informationen. Sorgen Sie dafür, dass in der mobilen Ansicht die Inhalte bevorzugt angezeigt werden, die mobile Nutzer sehen möchten.

 

App?

Macht über die mobile Website hinaus eine App in Ihrem Fall Sinn? Die Entscheidung hierfür will gut überlegt sein. Nutzer installieren zunehmend ungern weitere Apps auf ihren ohnehin schon überladenen Smartphones. Da muss die App schon einen wirklichen und deutlich erkennbaren Zusatznutzen bieten. Apps benötigen neben den Entwicklungskosten meist auch recht hohe Aufwände, um sie aktuell zu halten und zu bewerben. Das sollten Sie vorher genau analysieren.

 

Mobile Werbung?

Eine mobile Website allein reicht nicht aus. Denn genau wie das stationäre Pendant muss auch hier für Traffic gesorgt werden. Deshalb sollte die mobile Marketing-Strategie auch von mobilem SEO, mobilen Display Ads und sonstigen mobilen Werbemaßnahmen umrahmt werden.

#mobilegeddon ist nur der Anfang. Zu einer mobilen Strategie gehört mehr als nur eine mobilfreundliche Website. Und es wird höchste Zeit, sich darauf einzustellen.

Autor:Felix Beilharz ist Experte für Online- und Social Media Marketing. Er berät und trainiert Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen und ist als Keynote Speaker europaweit tätig. Er arbeitet als Autor und Co-Autor und ist als Dozent an drei Hochschulen tätig. Regelmäßig veröffentlicht er Artikel und Videos bei Facebook und in seinem Blog.

 

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Schlagworte zum Thema:  Social Media, Social Media Marketing, Online-Marketing

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