Im kommenden Jahr wollen Werbende aktiv gegen die Betrüger vorgehen. Bild: Haufe Online Redaktion

Mobile Werbebudgets werden 2018 erneut steigen. Werbetreibende werden jedoch ebenfalls in den Kampf gegen Fraud investieren, weil derzeit mindestens 40 Prozent des Budgets verloren geht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Forrester.

Demnach bleibt für die mobile Werbebranche der Kampf gegen Betrug eine zentrale Herausforderung. Das sagen 250 Marketingverantwortliche aus Großunternehmen mit einem monatlichen digitalen Werbeetat von mindestens einer Million US-Dollar aus Deutschland, Frankreich, UK und den USA.

Nichtsdestotrotz werden mit der Verlagerung des Medienkonsums auf mobile Endgeräte auch die jährlichen Ausgaben für Mobilwerbung steigen. Einer Prognose von eMarketer zufolge wird der Markt im Jahr 2018 184 Milliarden US-Dollar schwer sein. Diesen Trend bestätigt die Forrester-Studie auch für Deutschland: 81 Prozent der Befragten erhöhen ihre Budgets für mobile Werbung in den kommenden zwölf Monaten. Einen besonderen Fokus legen sie dabei auf die Vermarktung ihrer Apps (85 Prozent).

Die Kehrseite dieser Entwicklung: Betrüger werden noch aktiver. 43 Prozent der Befragten geben an, dass die Betrugsrate in den letzten zwölf Monaten zugenommen hat. Zudem muss die Mehrheit der Werbetreibenden einräumen, dass sie derzeit nicht in der Lage ist, die meisten Fraud-Arten wirksam zu verfolgen und zu bekämpfen. Dies gilt insbesondere für relativ neue Entwicklungen wie den Betrug durch das Zurücksetzen der Device-ID, durch die Unternehmen allein in Deutschland 40 bis 50 Millionen US-Dollar einbüßen.

Wie Werbende Fraud bekämpfen wollen

Mindestens ein Drittel der deutschen Werbenden geht davon aus, dass mehr als 40 Prozent des Budgets durch Fraud verloren gehen. Gleichzeitig hat nur jeder Fünfte systematisch Anti-Fraud-Mechanismen etabliert. Begünstig wird der Betrug beispielsweise durch fehlenden Einblick in Kampagnendaten (43 Prozent), unzureichende Transparenz, auf welchen Inventaren eigene Kampagnen ausgespielt werden (43 Prozent) und fehlendes Wissen zu Programmatic Advertising (27 Prozent). Für 94 Prozent der Befragten ist der Kampf gegen Fraud eine Priorität fürs kommende Jahr.

Werbende planen deshalb, mit ihren Dienstleistern betrugsbezogene KPI zu vereinbaren (53 Prozent), unabhängige Daten- und Analyse-Tools für Fraud Prevention und Protection einzusetzen (48 Prozent) und mit Technologieanbietern zusammenzuarbeiten, die eingekauften Traffic validieren (43 Prozent).

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Schlagworte zum Thema:  Online-Marketing, Mobile Marketing

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