Google hat Mobile fest im Blick. Bild: Alexander Klaus/pixelio.de

Google spricht schon lange von den großen Unterschieden zwischen Desktop und Mobile. Ein eigener Mobiler Suchmaschinenindex soll über kurz oder lang her. Nur: Große Verschiedenheiten bei den Suchergebnissen zu beiden Geräteklassen gibt es bereits.

Vor mehr als sieben Jahren sagte Google CEO Eric Schmidt voraus, dass wir in naher Zukunft in einer „Mobile First Welt“ leben werden. Rund fünf Jahre später war es dann soweit. Google verkündete einen Meilenstein: Erstmals gingen bei dem Suchmaschinengiganten mehr Suchanfragen von Mobilgeräten als von Desktopgeräten ein. Seitdem ist viel passiert. Google hat durch einige Updates wie das Mobilegeddon (welches sogar eine Fortsetzung bekam) das Bewusstsein seiner Nutzer und Kunden für die Wichtigkeit des Themas sensibilisiert.

Weitere Anpassungen des Layouts für Mobilgeräte kamen, und so ganz verschwand das Thema nie von Googles Agenda. Nun will Google sogar einen eigenen Mobilindex entwickeln, um beide Welten mehr zu trennen. Doch belastbare Daten gab es seit der initialen Verkündung von Google wenig. Bis jetzt.

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Unterschiede in fast jedem Fall

Eine neue US-Studie von Brightedge wirft nun neues Licht auf die Suchmaschinen-Welt und insbesondere auf Google. Demnach geht mittlerweile etwa 57 Prozent des gesamten Suchmaschinentraffics von Mobilgeräten aus. Die Zahlen erscheinen glaubhaft und entsprechen in etwa denen von Statcounter, die die globale Verteilung des Traffics einzelner Geräte messen. In Deutschland ist übrigens demnach der Machtwechsel noch nicht erfolgt. Hierzulande kommen Desktopgeräte noch auf 58,5 Prozent Trafficanteil.

Ein weiteres Detail der Studie von Brightedge ist jedoch interessanter als die Anteile der Gerätegruppen. Laut der Studie gibt es bei 80 Prozent der Suchanfragen Unterschiede im Suchindex von Google zwischen Mobile (Smartphones und Tablets) und Desktop. Der große Unterschied ergibt sich aber auch dadurch, dass der Suchindex von Google oft sehr viele Ergebnisse liefert. Die Unterschiede sind teilweise recht marginal und weiter hinten im Ranking zu finden.

Teilweise treten die verschiedenartigen Ergebnisse aber auch bei wichtigen Keywords weiter vorne auf. Wirft man einen Blick auf die Top 20 Positionen bei den Suchanfragen, so ist der Anteil unterschiedlicher Ergebnisse immer noch bei knapp der Hälfte (47 Prozent). Berücksichtigt man die Tatsache, dass die mobile Suche viel öfter lokale Parameter für die Suche miteinbezieht, ergeben diese Ergebnisse durchaus Sinn. So oder so machen sie aber auch deutlich, dass die Unterschiede zwischen Suchergebnissen auf Mobilgeräten und auf Desktopgeräten bereits vor dem „Mobile First Index“ vorhanden und ausgeprägt sind. Der Autor der Studie empfiehlt deswegen, beide Kanäle im Blick zu behalten.

Schlagworte zum Thema:  Google, Suchmaschinenoptimierung, Mobile Marketing

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