15.04.2015 | Top-Thema Mobile to Go

Optimierungspotential finden und Kriterien beachten

Kapitel
Wichtige Kriterien bei Mobile.
Bild: Haufe Online Redaktion

Suchergebnisse von optimierten Inhalten werden auf der Suchmaschinenergebnisseite (SERP) mit einem zusätzlichen Label als „mobile-friendly“ ausgewiesen. So weiß der User bereits vor dem Klick, dass er die folgenden Inhalte auch problemlos auf seinem Mobilgerät betrachten kann.

 

Mögliche Darstellungsprobleme können jedoch auch in diesem zusätzlichen Label kommuniziert werden. Dies trägt jedoch sicherlich nicht dazu bei, dass Suchende diese Suchergebnisse aufruft. Da aber durch frühere Updates auch die Aufrufe von Suchergebnissen und das User-Verhalten auf den besuchten Webseiten eindeutige Signale für Relevanz geben und diese zum weiteren Ranking beitragen, könnten diese „Verhaltens-Signale“ zusätzlich Einfluss auf das gesamte Ranking einer Webseite haben.

Diese Entwicklungen zum „mobile-friendly“-Ansatz  sind nicht neu. Bereits im November 2014 gab es im Google-Webmasterblog zu den neuen Labels hierzu eine Meldung.
Ein halbes Jahr zuvor  fand man zudem als Nutzer der Google-Webmastertools bereits eine Funktion, die Webseitenbetreibern Auskunft darüber gibt, ob die Nutzerfreundlichkeit der eigenen Webseite für mobile Endgeräte generell problematisch ist oder nicht. Auch das Page-Speed Tool wurde speziell für mobile Anforderungen angepasst und die mobile Darstellung differenziert gewertet.
Im Februar 2015 wurde dann die massive Suchalgorithmus-Änderung im Google Webmasterblog offiziell kommuniziert. Das Vorgehen zeigt, dass es Google sehr ernst mit diesem Update ist und umfangreiche Änderungen zu erwarten sind.

 

Was nun? Optimierungspotential finden und  Kriterien beachten

Wie bei jeder Optimierung ist es zuerst wichtig zu wissen, ob überhaupt etwas optimiert werden muss. Daraus ergibt sich das „Was und Wie“. Nutzer der Google-Webmastertools können dazu unter der Funktion „ Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ erste und grundlegende Hinweise bekommen.

Alternativ zu der Funktion in den Webmastertools stellt Google eine spezielle Test-Seite bereit.

Absolute No-Go ´s für mobile Endgeräte sind in jedem Fall:

  • Inkompatible Plugins, wie z.B. Adobe Flash-Inhalte, die nicht auf allen Mobiltelefonen angezeigt werden können.
  • Keine Definition eines mobilen Darstellungsbereiches oder Responsive-Layouts, sodass Benutzer Inhalte scrollen, vergrößern und verschieben müssen.
  • Großflächige Interstitials (Werbeunterbrecher) bei Aufruf der Webseite. Hier sollten in Zukunft Inline-Banner benutzt werden.
  • Navigationslinks, die zu klein gestaltet sind und zu nah beieinander liegen und in Folge nicht optimal per Touch-Gesten bedient werden können.
  • Text, der für die Auflösung und Displaygröße mobiler Endgeräte nicht geeignet ist, da er zu klein dargestellt wird.
  • Inhalte, die langsam geladen werden oder andere Inhalte blocken. Damit wird die Performance und somit die Usability der Seite für mobile Endgeräte gemindert. Für  Hinweise auf solche Probleme sollte man die Page Speed-Insights zu Rate ziehen (So geht Usability auf mobilen Endgeräten)
  • Fehlende Hinweise zum mobile-optimierten Inhalten. Dies ist ein einfach zu lösendes Problem, da hier Google nur auf den vorhandenen mobil-optimierten Inhalt korrekt aufmerksam gemacht werden muss.
  • CSS-Styles (Cascading Style Sheets, die die Darstellung der Webseite definieren) und Java-Scripte, die von einer Indexierung ausgeschlossen wurden – z.B. per robots.txt. Google muss diese Dateien indexieren können, um Rückschlüsse auf die Darstellungsqualität zu erhalten.
  • Fehlerhafte und irrelevante Weiterleitungen, Weiterleitungen zu Desktop-Inhalten oder 404 Fehlerseiten durch falsch konfigurierte User-Agents

Schlagworte zum Thema:  Suchmaschinenoptimierung, Mobile Marketing, Responsive Design, Google, Smartphone

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