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Kurz, schnell, gut – So muss Mobile Content sein

Kurz, schnell, gut: das zeichnet Content aus, der bei der mobilen Suche gut rankt.
Bild: Haufe Online Redaktion

Mobiles Internet bedeutet auch mobile Suche. Und da gelten zwar im Prinzip dieselben Regeln wie am Desktop, ein paar Besonderheiten gibt es aber doch. So sind Inhalte, die mobil gut ranken, kürzer als Content für klassische PC. Und schnelle Ladezeiten haben besonders große Bedeutung. Aber auch mobil gilt: Good content counts. Das zeigt eine Studie von Searchmetrics.

Über die Hälfte der Bundesbürger hat ein Smartphone. Und wer eins besitzt, der geht damit auch ins Internet. Und dort sucht er dann nach Inhalten, meistens bei Google. Searchmetrics hat nun anhand des Google Index für Deutschland untersucht, was Webseiten auszeichnet, die bei der mobilen Suche besonders gut ranken ("Mobile SEO Ranking-Faktoren"). Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Content-Qualität sichert auch für Mobile gute Ranking-Positionen 

Was sich für die Desktop-Suche bewährt, gilt auch mobil: weit vorn rankende Inhalte decken deutlich mehr ab als nur ein einziges Keyword. Je höher die Anteile an relevanten Termen um ein Hauptkeyword sind, desto hochwertiger werden der Content und somit die Qualität der Inhalte von Google bewertet. Und umso besser sind die Usersignale.
Kürzer ist besser 

Mobil rankender Content ist insgesamt kürzer als Inhalte aus den Desktop-Suchergebnissen –Seitentitel sind kürzer, Flash-Elemente kommen seltener zum Einsatz und allgemein gibt es weniger Bilder oder Videos. Das heißt: Auch die Dateigrößen, die geladen werden müssen sind geringer. Logisch, denn:
Schnelle Ladezeiten sichern Aufmerksamkeit: User, die mobil suchen, brechen einen Suchvorgang sehr viel schneller ab als "stationäre" Nutzer, wenn sich eine Seite nicht schnell genug aufbaut ("Warum ein besserer Page-Speed wichtig ist"). Laut Searchmetrics laden URLs aus den mobilen Suchergebnissen im Schnitt zwischen fünf und zehn Hundertstelsekunden schneller als URLs aus der Desktop-Suche; in den Top 30 brauchte eine URL durchschnittlich 0,68 Sekunden.

Keywords ja, aber wohl dosiert. Während Keywords in Domains und in URLs im Desktop-Bereich über die Jahre eher zurückgingen, sind sie im Mobile-Bereich noch regelmäßig vertreten. Etwa 64 Prozent aller untersuchten URLs tragen in den mobilen Suchergebnissen das Keyword in der URL (39 Prozent in den Desktop-Ergebnissen). Dagegen werden Keywords mobil seltener im Titel oder der Beschreibung inkludiert.
Backlinks: Weniger ist mehr. Mobil rankende Seiten verfügen im Schnitt über weniger und auch jüngere Links als bei der Desktop-Suche; Ankertexte sind kürzer und enthalten seltener Keywords. Ursache hierfür sind laut Searchmetrics vor allem die für Mobile erstellten URLs wie m.domain.de, die genutzt werden, wenn kein Responsive Design genutzt wird ("Google kennzeichnet Mobile-optimierte Webseiten").
Social Signals sind wichtig. Hier liegen die Werte für Mobile teilweise deutlich über den Desktop-Zahlen, was nahelegt, dass User mit dem Smartphone sehr viel mehr liken, twittern oder kommentieren ("Welche Social-Media-Nutzertypen es gibt").

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Schlagworte zum Thema:  Mobile, Mobiles Internet, Content, Social Media, Keyword

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