17.04.2015 | Studie

Mobile: Nur personalisierter Content wirkt wirklich

beim Mobile Marketing gilt: Ohne Personalisierung kein Erfolg.
Bild: Haufe Online Redaktion

Es ist kein Geheimnis, dass 40 Millionen Verbraucher in Deutschland ihr Smartphone im Durchschnitt 90 Minuten pro Tag nutzen. Die Frage, wie das Marketing diese Nutzer am besten ansprechen kann, ist immer noch nicht final geklärt. Die neue Studie von Defacto Research untersucht nun unter anderem, welche Form der mobilen Werbung am besten funktioniert.

Die Studie "Customers Love Mobile" geht ganz verschiedenen Fragen der Smartphone-Nutzung nach. So werden zu Beispiel die Verwendungsarten geklärt, aber auch, welche Apps nicht fehlen dürfen. Der interessanteste Teil der Studie ist jedoch die Untersuchung, wann und wo mobile Werbung am besten in welcher Form wirkt.  

 

Im Durchschnitt sind heute bei den Verbrauchern in Deutschland fünf Apps im täglichen Gebrauch. Nutzer haben folgende Wünsche und Vorstellungen an die mobile App ihrer Lieblingsmarke: Monetäre Vorteile, wie Gutscheine oder Coupons, die im Laden eingelöst werden können stehen dabei mit 56 Prozent an der Spitze, noch vor Rabatten beim Besuch des Lieblingsgeschäfts (51 Prozent). Auf den nächsten Plätzen folgen die Möglichkeit zur Überprüfung von Produktverfügbarkeiten im Geschäft (47 Prozent) und Produktbewertungen (30 Prozent). An einer Mobile-Payment-Funktion ist allerdings nur jeder Vierte interessiert.

 

Der Kontext macht die Musik

 

Eine schwindende Minderheit von 14 Prozent akzeptiert mobile Werbung, die in identischer Weise und undifferenziert auf dem Smartphone ausgespielt wird. Dagegen akzeptiert fast jeder Dritte mobile Werbung, die auf spezifische persönliche Bedürfnisse ausgerichtet ist. Wenn statt genereller Werbung Informationen und Produktangebote ausgespielt werden, steigt die Zustimmung noch weiter. 41 Prozent der Verbraucher akzeptieren von ihrer Lieblingsmarke Informationen und Produktangebote, die unmittelbar auf ihre persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet sind.

 

Skepsis bleibt dennoch in der breiten Masse verankert. 72 Prozent geben an, dass es ihnen missfällt, durch eine technische Möglichkeit erkannt und auf ihrem Smartphone kontaktiert zu werden. Mit neuen Technologien wie GeoFencing und iBeacon kann sich nur jeder Dritte anfreunden, wobei letzteres gerade einmal drei Prozent kennen. Auch das „Internet-der-Dinge“ kennen nur neun Prozent, Wearables immerhin schon jeder Vierte. Marketingabteilungen werden viel Aufklärungsarbeit leisten müssen, um einerseits entsprechende Technologien bekannt zu machen und andererseits Vorurteile abzubauen.

 

Die Key-Findings

 

-       Couponing ist die Lieblingsapp-Funktion bei Markenapps von Kunden.

-       Auch Produktbewertungen und Produktverfügbarkeitschecks sind gefragt.

-       Undifferenzierte Kundenansprache auf mobilen Endgeräten funktioniert nicht.

-       Die personalisierte Ansprache mit Mehrwert liefert die besten Ergebnisse.

-       „Zukunftechnologien“ in der Bevölkerung weitestgehend unbekannt.

 

 Quelle: www.defacto-research.de

Schlagworte zum Thema:  Mobile, Mobile Marketing, Content, Smartphone

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