09.07.2013 | Mobile Marketing

Modeverkäufer und Multiversender profitieren am meisten

Zwischen vier und 17 Prozent der Einkäufe erfolgen inzwischen über mobile Geräte.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Mobile Kampagnen zahlen sich aus. Die größten Profiteure sind laut „Quisma Mobile Studie 2013“ Modeverkäufer und Multiversender. Zur Eröffnung eines Bankkontos oder zum Abschluss einer Versicherung wird aber noch lieber zum Desktop gegriffen.

Die Online-Marketing-Agentur Quisma hat für die Studie Konversionsraten, Cost per Orders (CPOs) und Cost per Click (CPCs) für fünf Branchen – Automotive, Banking, Finance, Insurance sowie Retail (Multiversender und Mode) – für das vierte Quartal 2012 auf verschiedenen Endgeräten analysiert. Das Ergebnis: Über Smartphones und Tablets können Abverkäufe und Abschlüsse effizient gesteigert werden. So macht insbesondere bei Retailern Conversion über Tablets einen signifikanten Anteil des Gesamtergebnisses aus. Außerdem sind die CPOs für Tablet- und Smartphone-Conversions in der Regel günstiger als diejenigen, die über Desktop-Suchen erzeugt werden. Die höchsten Konversionsraten sind dagegen eindeutig über Desktop und Tablet zu realisieren. Um eine Vergleichbarkeit der untersuchten Branchen zu gewährleisten, lag der Fokus auf der Auswertung der Markensuchbegriffe. Deutlich wurde dabei, dass nicht alle Branchen gleichermaßen von der mobilen Nutzung profitieren.

Retail-Multiversender sparen am meisten

Die wichtigsten Ergebnisse im Detail: Der CPC bei Suchanfragen über Smartphones ist teilweise bis zu 75 Prozent niedriger als bei Desktop-Suchen. Die mit 75 Prozent höchste Ersparnis erzielen Retail-Multiversender, dahinter folgen Insurance (67 Prozent), Finance (65 Prozent), Banking (56 Prozent) und Automotive (41 Prozent). Schlusslicht ist mit einer Ersparnis von lediglich elf Prozent der Bereich Retail-Mode.

Bei den Klickraten zeigt sich ein etwas anderes Bild. Zwar ist die Tablet-Klickrate häufig besser als die mobiler Anzeigen, aber auch hier gibt es Ausnahmen (Retail-Mode). Bei den Retailern, im Versicherungsbereich und im Bereich Automotive schlagen Mobile- und Tablet-Klickraten deutlich die über Desktopsuchen generierten Klicks.

Mehr Abschlüsse über Tablet-PCs

Der Anteil der über Smartphones und Tablets generierten Conversions beträgt je nach Branche zwischen vier und 17 Prozent. Allgemein liegt der Anteil der Tablet-Abschlüsse über der von Smartphones. Die einzige Ausnahme bildet hier der Bereich Finance (Smartphone fünf Prozent, Tablet drei Prozent).

Die höchsten Konversionsraten ergeben sich im Versicherungsbereich, was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass das letzte Quartal eines Jahres traditionell die Hauptsaison für Versicherungswechsler ist. Die meisten Abschlüsse werden allerdings über das Tablet erzielt, das Smartphone spielt hier nur eine untergeordnete Rolle.

Die CPOs für Tablet- und Smartphone-Conversions sind oftmals günstiger als diejenigen, die über Desktop-Suchen erzeugt wurden. Besonders bei Smartphones gibt es – mit Ausnahme der Modeversender – hohe Einsparungspotenziale von 35 bis über 60 Prozent.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Handel, Versandhandel, Online-Marketing

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