Viele Apps landen in der Mülltonne, weil sie die Erwartungen nicht erfüllen. Bild: Pixabay

Aus Millionen Apps können Smartphone-Nutzer die passenden auswählen. Doch viele werden heruntergeladen, um dann schnell wieder gelöscht zu werden. Die Yougov-Studie "App in die Tonne“ nennt die Gründe. Zu viel Werbung ist einer davon.

Fast jeder Smartphone-Nutzer (89 Prozent) hat schon einmal eine App vom Mobiltelefon gelöscht. Der am häufigsten genannte Grund ist "Enttäuschung beziehungsweise Desinteresse“ mit 59 Prozent. Gut die Hälfte (51 Prozent) sagt, eine App wurde deinstalliert, weil sie lange nicht mehr benutzt oder benötigt wurde, 42 Prozent geht es darum, Speicherplatz zu sparen.

Aber auch Werbung wird häufig genannt. 38 Prozent fühlen sich dadurch genervt und verzichten deshalb ganz auf die App. 35 Prozent nennen den Fund einer besseren Alternative als Grund.

Heavy User reagieren besonders empfindlich auf Werbung

Laut Studie sind gerade Nutzer kostenpflichtiger Apps deutlich kritischer und deshalb häufiger unzufrieden. Heavy User, also Personen, die mehr als 16 Apps auf dem Smartphone installiert haben, sind hingegen besonders empfindlich, wenn es um Werbung geht. Sie empfinden sie als besonders störend.

Entscheidend ist auch das Alter des Nutzers: Wenn eine App nicht gefällt, reagieren Millennials deutlich seltener mit Feedback an den Anbieter (48 vs. 49 Prozent). Deshalb sollten Unternehmen, die gerade jüngere Nutzer ansprechen, Anreize für Feedback geben, um Verbesserungswünsche einzuholen und die App zu optimieren. Möglich seien kostenlose Upgrades oder Boni, beispielsweise in Form von Spielbelohnungen.

Etwa ein Drittel der Befragten hat mehr als 20 Apps installiert. Regelmäßig genutzt werden jedoch nicht alle. Die meisten Smartphone-Besitzer nutzen zwischen einer und zwölf Apps mindestens einmal pro Monat.

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